Eine Brücke vervollständigt den Lechweg

Je nach Plakette geht es 125 (Firma Swissrope )oder 105 Meter (Bautafel der Gemeinde ) in die Tiefe. Dafür ist der Blick von der Brücke auch spektakulär. Foto: Sommer

Gemeinsam haben jetzt Kommunal- und Landespolitiker aus Österreich und dem Allgäu den neuen Fernwanderweg Lechweg eröffnet. Dabei wurde auch die zur Zeit höchste Hängebrücke der Alpen eingeweiht. Sie ist eines der Bindeglieder des 125 Kilometer langen alpinen Wanderweges zwischen der Quelle des Lech in Vorarlberg und, zur Zeit noch, dem Lechfall bei Füssen.

Einen perfekten Tag hatten sich die Verantwortlichen herausgesucht, um die Ehrengäste, darunter den Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut und den Tiroler Landeshauptmann–Stellvertreter Hannes Gschwentner nach Holzgau zu bringen. Dort wurde eines der imposantesten Bauwerke des Lechwegs, der ansonsten auf natürlichen Pfaden verlaufen muss, errichtet. Die 205 Meter lange und 125 Meter über Grund verlaufende Hängebrücke überspannt das Höhenbachtal und verbindet die Holzgauer Ortsteile Gföll und Schiggen miteinander. Damit hält die neue Brücke zumindest den Höhenrekord (den Längenrekord hält der Schweizer „Raiffeisen Skywalk“ in Schwyz, Kanton Schwyz mit 374 Metern). Nach vielen Jahren der Diskussionen über das Projekt, an die der Holzgauer Bürgermeister Günter Blaas bei der Eröffnung nochmals erinnerte, hatte ein Schweizer Modellfliegerpilot das erste Seil über die an dieser Stelle 100 Meter tiefe Schlucht gebracht. Diesem waren dann immer stärkere Seile gefolgt, bis hin zu den nun sechs Stahlseilen, an denen die Brückenelemente aufgehängt sind. Mit Spannung war die Rede Blaas‘ erwartet worden, galt er doch einst als Gegner der Brücke. Doch die von der Schweizer Firma „swissrope“ gebaute Hängebrücke verbindet künftig nicht nur die Region Lech in Vorarlberg mit dem Ostallgäu, sondern auch die beiden Holzgauer Ortsteile, die so lange durch den Höhenbach getrennt waren. Und sie hat, wie man erfahren konnte, die Holzgauer selbst, die anfangs uneins über das Projekt waren, zusammengebracht. Zeitgleich mit der Eröffnung des Weges und der Brücke, fand in Holzgau auch ein Kongress zu dem Thema statt. Aktuell beginnt der Lechweg am Foraminsee an der Quelle des Lechs und endet am Fall in Füssen, künftig soll der Weg in Lechbruck enden und den Forggensee mit einbeziehen.

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