"Eine Politik der Offenheit"

Kein Machtgehabe und keine Selbstdarstellung, dafür eine Politik der Offenheit, die niemanden ausschließt – dafür steht nach eigenen Worten Luis Oberer. Am vergangenen Donnerstag gab der 61-Jährige seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl am 14. März bekannt. Oberer geht für das „Team Leben in Reutte“ ins Rennen, das derzeit zwei Gemeinderäte stellt und eine Alternative zur bisherigen „Großen Koalition“ im Gemeinderat zwischen SPÖ und ÖVP will.

Mit neuem Logo aber bewährtem Profil präsentierten sich Oberer und seine Mitstreiter am Donnerstag im „Schwarzen Adler“ in Reutte. Offenheit lautete der Kernbegriff ihres Programms. Das „Team Leben“ stehe jedem offen, der Reutte nach vorn bringen will, egal welche Parteizugehörigkeit er hat, erklärte Oberer. Bei der Wahl vor sechs Jahren ergatterten sie zwei Gemeinderatsposten. Die „Team Leben“-Räte Günter Bußjäger und Franz Schneider verstehen sich seither als Opposition zur „großen Koalition“ zwischen Sozialdemokraten und Volkspartei. Deren Politik kritisierten sie scharf. „Die Koalition hat alle kleinen Fraktionen von der Mitarbeit ausgeschlossen“, so Schneider. Das widerspreche der Demokratie und dem Wählerwillen, urteilte er. Ausschließen wolle das „Team Leben“ niemanden. „Es kann nicht sein, dass die Mitbestimmung nach der Abgabe der Stimme vorbei ist“, erklärte Oberer. Der langjährige Betriebsratsvorsitzende der Firma Plansee wolle Bürgermeister werden um zu motivieren, nicht um zu herrschen. Er wolle die Arbeit auf mehr Schultern verteilen, als das bisher der Fall war und sprach sich gegen Ämterkumulierung – „Muss denn der Bürgermeister unbedingt auch Vorsitzender des Burgenvereins sein?“ – und selbstdarstellerisches Machtgehabe aus. Selbst auf dem Müllabfuhrkalender sei das Bild von Bürgermeister Helmut Wiesenegg zu sehen, kritisierte er. Konkrete Themen auf der Agenda des Team Leben sind der Gratis-Kindergarten und ein Sozialmarkt in Reutte, wo sozial schwache Familien günstig Lebensmittel kaufen können. Auch die Jugend will das Team mit einbeziehen. Bußjäger nur Ersatz Nach dem Spitzenkandidaten Luis Oberer steht Gemeinderat Franz Schneider an zweiter Stelle der Liste. An dritter Position hat das Team den studierten Politologen Wolfgang Geiger aufgestellt, an Position vier folgt mit Andrea Weirather die höchstplatzierte Frau. Günter Bußjäger, der vor sechs Jahren noch als Bürgermeister kandidierte, folgt nur noch an fünfter Stelle. Gerüchten, die Liste hätte sich zerstritten und deshalb hätte er seinen Spitzenplatz geräumt, traten die Kandidaten entgegen. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Bürgermeister von Biberwier, Bußjäger, und Schneider, hätten Oberer erst gefragt, ober kandidieren wollen.

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