Einsatz für den Fortbestand

Über ein bewegendes aber auch bewegtes Jahr hat Gerda Bechteler, Vorsitzende des „Vereins der Freunde und Förderer des Krankenhauses Füssen“, jetzt im Kuppelsaal der Füssener Klinik berichtet. Dabei wurde deutlich, dass die Aktivitäten des mittlerweile 247 Mitglieder zählenden Vereins dem Krankenhaus „mehr als gut bekommen“.

Nicht nur der Einsatz für den Fortbestand des Hauses war erfolgreich, auch die Anschaffungen im vergangenen Jahr, finanziert aus Vereinsmitteln, konnten sich sehen lassen. So hat der Verein zwei Monitore zur Patientenüberwachung, ein Keyboard für den Therapieeinsatz in der Geriatrie gekauft und sowie 250 komplette Bestecke bei der Firma WMF in Auftrag gegeben. Als ein „wunderbares Weihnachtsgeschenk“ bezeichnete Bechteler die Mitteilung des Verwaltungsrates der Kreiskliniken Ende 2009, innerhalb der nächsten vier Jahre Um- und Anbaumaßnahmen in Höhe von 22 Millionen Euro zu tätigen – nicht zuletzt auch Dank der Bemühungen des Fördervereins. „Wir werden nach Abschluss der Baumaßnahmen optimale Organisationsabläufe vorfinden und eine medizinische Infrastruktur auf hohem Niveau“ so die Vorstandsvorsitzende der Kreiskliniken, Dr. Susanne Schlichtner. Zuvor hatte sie über die umfangreichen Maßnahmen, die im 4. Quartal 2010 beginnen und im 2. Quartal 2013 abgeschlossen sein sollen, berichtet. Positive Zahlen vermeldete Prof. Dr. Heinrich Kremer bei der Fallzahlenentwicklung: Sie stiegen im Zeitraum der letzten vier Jahre von 4843 auf 5483. Die Geburten mit rund dreihundert jährlich, machten deutlich, dass das Krankenhaus ohne Geburtenabteilung undenkbar sei – besonders auch unter dem Gesichtspunkt, dass die die nächste Geburtshilfe rund 50 Kilometer entfernt ist. Kremer dankte dem Förderverein für seine ideelle und finanzielle Unterstützung, die dem Haus bisher in vielerlei Hinsicht geholfen habe. In einem Kurzvortrag referierte Dr. Peter Schwarz, stellvertretender Vorsitzender des Freundeskreises, über den mittlerweile zur „Volkskrankheit“ mutierten Diabetes mellitus. Aktuell seien davon zehn Prozent der Bevölkerung von dieser Krankheit betroffen, „die wir uns durch unsere Lebensweise selbst zugefügt haben“. „Nur durch eine grundlegende Änderung des Lebenswandels, durch Schulungen sowie einer radikalen Umstellung der Ernährung kann man dieses gesundheitliche Problem in den Griff bekommen“, so Schwarz. Er wies auf die Diabetes-Ambulanz im Füssener Krankenhaus hin, in deren Rahmen Sprechstunden und Diabetes-Schulungen stattfinden.

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