Die SPÖ im Außerfern versucht den Neustart

Der nächste Anlauf

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Der SPÖ im Außerfern ging es schon einmal besser. Trotzdem stimmen die Sozialdemokraten für die vorgeschlagene Vorstandsmannschaft.

Reutte – Es lief in letzter Zeit nicht alles rund in der Sozialdemokratie des Außerfern. Die Partei hat schon wesentlich bessere Zeiten erlebt. Das mag am Bundestrend in Österreich liegen. Vieles am nicht zu übersehenden Niedergang war aber, speziell im Bezirkshauptort, hausgemacht.

Eine Ära, in der sich „Genossen“ aus allen Teilen des Bezirks beim Parteitag um die Stimmkarten rauften, ist längst vorbei. Darüber waren sich die knapp drei Dutzend Delegierten in der vergangenen Woche beim verspäteten Bezirksparteitag einig. Dass Helmut Lorenz, der bisherige Bezirkschef der „Roten“, bei der Bezirkskonferenz überhaupt fehlte, bestätigte nur die mangelnde Homogenität der leidenden Bezirksorganisation. Unter dem Motto „Reutte – neu denken“ will man nun wieder einmal einen Neustart versuchen. 

Keine Gegenstimme 

Im Juli gelang es im Vorfeld, eine Bezirks-SPÖ-Liste aus acht Vorstandsmitgliedern, darunter drei Frauen, zu erstellen und nun in der Bezirkskonferenz als einzigem Wahlvorschlag zu präsentieren. Ohne Gegenstimmen erhielt der neue Bezirksvorstand von den Anwesenden einen Vertrauensvorschuss, mit dem sich arbeiten lässt, so die Stimmen nach der Wahl. Walter Berktold als Bezirksvorsitzendem werden Marianne Gschnitzer und der junge Elbigenalper Mario Geiger als Stellvertreter zu Seite stehen. Der Landesparteivorsitzende Ingo Mayr und Landesgeschäftsführer Georg Dornauer versprachen Unterstützung für das neue Vorstands-Team und richteten an die Delegierten und den Vorstand den Appell, sich schon jetzt auf die kommenden Gemeinderatswahlen vorzubereiten. „Wir müssen näher zu den Leuten und mehr Gespür für deren Nöte und Probleme entwickeln und uns dabei selber aufwecken“, skizzierte Mayr den künftigen Weg der Tiroler Sozialdemokratie und gab dem „Nadelstreifsozialismus aus Wien“, wie er es ausdrückte, eine klare Absage. 

Sachpolitik im Vordergrund 

Reuttes Bürgermeister und Parteimitglied Alois Oberer deponierte bei der Konferenz, im Hinblick auf immer wieder kommende Bitten um ein Engagement auf Bezirks- und Ortsebene, dass er dafür nicht zur Verfügung stehe. Ihm sei die erfolgreiche Sachpolitik in Reutte einfach wichtiger. Ganz allgemein bedauerte Oberer den Weg der Sozialdemokratie, die in ihrem Bestreben überall mitzumachen, ihre Klientel, die Arbeiterschaft, vergessen und in die Arme populistischer Mitbewerber getrieben habe.

niko

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