Anerkennung für Füssens Bücherei

Bürgermeister Paul Iacob (v.l.), Monja Umland von der Stadtbibliothek Füssen, Büchereichefin Sabine Frey und Karina Hager vom Kulturamt blättern in der Bibliothek in einem Buch. Sie freuen sich, dass die Bücherei derzeit so gut ankommt. Foto: kk

Füssen – Um 14 Prozent sind 2012 die Entleihungen in der Stadtbibliothek Füssen im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Insgesamt wurden 134.700 Mal Medien ausgeliehen, eine „stolze Zahl“, so die Leiterin der Stadtbibliothek, Sabine Frey. Dafür erhielt die Bibliothek nun ein Anerkennungsschreiben.

Die Würdigung der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen, die zur Bayerischen Staatsbibliothek gehört, soll die Kommune dazu animieren die Bücherei auch in Zukunft finanziell zu unterstützen, damit sie „weiterhin zu den erfolgreichen öffentlichen Bibliotheken Bayerns zählen kann“, heißt es in dem Schreiben. 

Die finanzielle Ausstattung sei einer der wichtigsten Faktoren, warum die Bibliothek derzeit so gut dastehe, so Frey. 2012 hatte sie einen Medienetat von 38.000 Euro, also „eine sehr glückliche Situation“. In diesem Jahr ist er auf 30.000 Euro geschrumpft. Allein die Abonnements von Zeitschriften belaufen sich auf 3000 Euro pro Jahr, so dass nach Abzug der Fixkosten „für neue Medien gar nicht mehr so viel übrig bleibt“, sagt die Leiterin der Stadtbibliothek. Aber mit 28.000 Medien und einem Präsenzbestand von 4280 Stück habe die Bücherei eine „sehr gute“ Ausstattung. 

Wichtig sei aber auch der Umbau gewesen, der aus einer beengten „Bücherausleihstelle“ eine großzügige Bibliothek gemacht habe, in der man sich auch mal gern länger aufhält, fügt Frey an. Das komme vor allem bei den Touristen gut an, deren Nachfrage stark angestiegen sei. Sie können mit ihrer Gästekarte kostenlos Medien ausleihen oder in der Orangerie ins Internet gehen. Aber auch viele Außerferner, Lechbrucker oder Trauchgauer kommen nach Füssen, um sich Bücher auszuleihen. 

Damit das auch so bleibt, will die Bibliothek mit Veranstaltungen wie der „Leselotte“ vor allem Kinder und Jugendliche fürs Lesen begeistern. Aber auch Kurse der vhs oder Konzerte in den Räumen der Bücherei sollen die Menschen auf die Bibliothek aufmerksam machen. 

Damit sie auch in Zukunft für die Füssener attraktiv bleibt, ist Frey aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien. So soll noch in diesem Herbst eine App auf den Markt kommen, mit der die Leser Bücher vorbestellen und verlängern können oder an den Abgabetermin erinnert werden. Auch mit E-Books will Frey zukünftig arbeiten. Ein entsprechendes Konzept hat sie dem Kulturausschuss bereits vorgestellt und das sei „positiv angenommen“ worden. Derzeit werde ermittelt, was es kosten würde sich dem Verbund „Onleihe Schwaben“ anzuschließen, in dem die Büchereien Kaufbeuren, Kempten und Augsburg bereits Mitglied seien. Dann könnten die Leser zu jeder Zeit und an jedem Ort der Welt Bücher auf ihr Gerät laden. Schon im Sommer 2014 könnte die Bücherei den Service anbieten. kk

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