Erfolge im Dienst der Sicherheit

Seit mehr als 10 Jahren arbeitet die so genannte "Scheierfahndung" der Polizei erfolgreich im Allgäu. Anlässlich eines Besuchs in Lindau bekräftigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann: „Die Schleierfahndung ist ein bayerisches Erfolgsmodell, wir werden davon nicht abgehen“.

Damit trat er Befürchtungen entgegen, dass mit der Übernahme "grenzpolizeilicher Restaufgaben" durch die Bundespolizei die Fahndungsstandorte der Polizeiinspektion Fahndung Lindau sowie die Polizeistation Fahndung Pfronten gefährdet seien. Traditionell werden im Frühjahr von der Pfrontener Fahndungsdienststelle Statistiken über die Arbeit des vergangenen Jahres veröffentlicht. Die Zahl der Straftaten insgesamt stieg zwar um 22 % gegenüber dem Vorjahr auf 747, war aber immer noch niedriger als die Zahl von 851 im Jahre 2006. Die Zahl der gesamten Fahndungstreffer stieg von 243 auf 313, was ein Plus von 29 % bedeutet. Extremismus- sowie KFZ-Sachwertdelikte weisen vergleichsweise geringe Fallzahlen auf. Gestiegen sind die Aufklärungszahlen bei Waffen- und Sprengstoffdelikten von 44 auf 67 Fälle sowie den Urkundendelikten von 65 auf 67. Nahezu gleich geblieben sind die Zahlen bei illegalem Aufenthalt und bei den Rauschgiftdelikten. „Bei letzteren werden wir wohl in diesem Jahr einen Anstieg zu verzeichnen haben, was sich bereits andeutet“, betont der Leiter der Fahndung Pfronten, Siegmund Gast. Wegen des Auftauchens immer wieder neuer Drogen seien die Fahnder auf permanente Fortbildung angewiesen. Auf dem Gebiet der Sachfahndung, wie der Suche nach entwendeten Gegenständen, so Gast weiter, sei beispielsweise beim Handydiebstahl eine immenser Zuwachs zu beobachten. Auf diesem Gebiet werde mit allen Tricks gearbeitet und leider sei es auch nicht schwer, gestohlene Gegenstände über das Internet zu verkaufen. Die Zahl der Urkundendelikte sei gegenüber dem Vorjahr zwar gestiegen, aber die Sicherstellungszahl vom Jahr 2006 konnte nicht erreicht werden. „Die Fälschungen werden immer besser“. Ausführlich schildert Gast einen Vorfall, der sich im Januar 2008 in Nesselwang und Seeg ereignet hatte. Ein Kraftfahrer war von den Beamten zweimal gestellt worden und trotz eines zerschossenen Reifens immer wieder geflüchtet. Der inzwischen verurteilte Straftäter hatte schon mehrmals Beamte bei seiner Flucht verletzt. „Man sieht also“, so Siegmund Gast, „dass unsere Arbeit oftmals auch gefährlich ist“. Trotzdem äußerte sich der Polizeibeamte sehr positiv über seine Tätigkeit. „Wir können draußen bleiben, uns auf unsere Arbeit konzentrieren. Dass wir dabei sehr erfolgreich arbeiten, ist zum großen Teil der Erfahrung und dem geschulten Blick unserer Beamten zu verdanken“. dm

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