"Das Hoftheater" überzeugt mit der Komödie "Das Vergnügen, verrückt zu sein" das Publikum

Ambitioniertes Laientheater

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Blendendes Laienschauspiel: „Das Hoftheater“ erhält für „Die Witwen“ viel Applaus bei der Premiere seines zweiten Theaterfests am Bullachberg.

Schwangau – Vor einem Jahr hatte „Das Hoftheater“ mit der Komödie „Das Vergnügen, verrückt zu sein“ eine umjubelte Premiere des ersten Theaterfestes auf Schloss Bullachberg gefeiert.

Und nun folgte die Fortsetzung. So gab die Spielerschar unter der Leitung von Rebecca Mack von Elmenau mit Ludwig Thomas 1899 entstandener Verwechslungskomödie „Die Witwen“ den Startschuss zu ihrem zweiten Theaterfest. Am Ende honorierten die rund 70 Zuschauer die Darbietung der Laienmimen mit starken Applaus. 2011 hatte das „Hoftheater“ die Neuinszenierung von Thomas Stück zum ersten Mal aufgeführt. 

Und auch dieses Mal traten die Laienmimen rund um die Hausherrin von Schloss Bullachberg, Elisabeth von Elmenau, ambitioniert auf. So ließ auch der laute Beifall des Publikums darauf schließen, dass es sich recht angenehm unterhalten gefühlt haben dürfte. Das schließlich auch ganz und gar gerechtfertigt war, weil „Das Hoftheater“ die witzige und turbulente Geschichte um den heiratsunwilligen Rechtsanwalt Dr. Hans Stein in gelungener Manier in das Schwangau der 1960er-Jahre übertragen hatte. 

Dort pflegt der von Phillip Müller gespielte Enddreißiger in seiner Kanzlei eine arbeitsübergreifende Beziehung zu seinem Hausmädchen Gertraud, das Barbara Sabel in genauso überzeugender Weise verkörpert wie auch alle anderen Darsteller ihre Rollen präsentieren. 

In seiner Kanzlei steht Dr. Stein Buchhalter Jakob Singer alias Stephan Horster zur Seite, der sich jedoch des öfteren als übereifrig erweist und dabei auch schon mal zu unlauteren Mitteln greift. Als die Heiratsvermittlerin Johanna B. Weber (Elisabeth von Elmenau) Dr. Stein mit der heiratswilligen Witwe Gabriele Warmbüchler (Jana Jangl) unter dem Vorwand eines fiktiven Erbschaftsprozesses verkuppeln möchte, kommt eine zweite Witwe (Rebecca Mack von Elmenau) ins Spiel, die Dr. Stein mit einem echten Erbschaftsprozess in dessen Kanzlei um juristischen Rat ersucht. 

Chaotisches Verwirrspiel 

Dort kreuzen auch der Theologe Arthur Bornstedt (Thomas Honsberg), ein gewisser Hofbauer (Gregor Franke) sowie der Arzt Dr. Fritz Holzwarth (Reinhard Mack) auf. Am Ende bricht vor allem deshalb das Chaos aus, weil sich Singer als Dr. Stein ausgibt. Neben seiner schauspielerischen Leistung als Dr. Fritz Holzwarth begleitete Reinhard Mack die diversen Gesangseinlagen seiner Bühnenkollegen gekonnt am Klavier.

lex

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