Erlebnisbad Ehrenberg wird teurer

Offiziell wurde jetzt ein Modell des Erlebnisbades Ehrenberg präsentiert. Auch Attraktionen wie die in früheren Entwürfen bereits gestrichene Rutsche finden sich dort wieder. Foto: gau

Das Erlebnisbad Ehrenberg sei „voll auf Schiene“ und soll noch heuer seine Pforten öffnen. Das verkündete der Reuttener Bürgermeister Alois Oberer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dabei sind allerdings die Kosten um zwei auf 15,7 Millionen Euro gestiegen.

Seit Baubeginn im Oktober 2009 sorgt das Erlebnisbad Ehrenberg für Schlagzeilen, dabei geht es um die Kosten. Diese waren aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse schon vor Baubeginn gestiegen. Nach seiner Wahl bekräftige Bürgermeister Alois Oberer im Mai 2010 seinen Willen, das Erlebnisbad bauen zu wollen. Damals allerdings nur in einer abgespeckten Version ohne Rutsche und Freibadebereich. Seitdem wird in der Alpenbadstraße in Reutte wie geplant gebaut, zwischenzeitlich gab es ein Intermezzo durch den eventuellen Einstieg des Schwangauer Thermenbetreibers Heinz Steinhart. Nun sei das „Erlebnisbad aber auf Schiene“, so Alois Oberer. Hatte man seinerzeit auf diverse Elemente der Planungen verzichtet und diese als Option vorgesehen, wie das Freibecken, das Thermal- und Solebecken sowie ein größerer Wellnessbereich, werden diese nun doch jetzt bereits gebaut. Dadurch sei es zu der Kostensteigerung im Bau gekommen, so Dietmar Koler gegenüber dem KREISBOTE. Deshalb auch die Aufstockung der Kredite um zwei auf sechs Millionen Euro, die die Reuttener Kommunalbetriebe als Bauherr aufnehmen mussten. Die restliche Bausumme werde aus Fördermitteln finanziert, erklärte Koler. Während diese Fakten im Finanzausschuss bereits bekannt waren, sorgte die Art, wie sie öffentlich geworden waren, für Verärgerung. Rein zufällig, so Oberer, seien die neuen Zahlen, das Modell und die Erweiterungen bereits im Vorfeld an die Öffentlichkeit gelangt. Im Gemeinderat brachte Vizebürgermeister Dietmar Koler seine Verärgerung darüber zum Ausdruck, man habe an sich Stillschweigen bis zur Gemeinderatssitzung vereinbart.

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