Erneut weniger Straftaten

Die Zahl der Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion Füssen ist vergangenen Jahr erneut gesunken, die Aufklärungsquote nach einem Tief im Jahr 2009 wieder auf das Niveau der Jahre davor gestiegen. Das berichtet Erster Polizeihauptkommissar Günther Stadler, Leiter der PI Füssen. Während „herkömmliche“ Diebstähle zurückgingen, mussten die Beamten mehr Internetbetrügereien nachgehen, heißt es in Stadlers Bericht.

1478 Straftaten hat die Füssener Polizei im vergangenen Jahr registriert. Mit Ausnahme eines Zwischenhochs 2007 ist die Zahl damit seit sechs Jahren am Sinken. 2009 waren es noch 1539 Straftaten. Die Aufklärungsquote betrug insgesamt 68,1 Prozent, rund drei Prozent niedriger war sie im Jahr davor. Sie fällt bei den verschiedenen Deliktsbereichen höchst unterschiedlich aus. 86 Prozent der 30 bearbeiteten Fälle von Gewaltkriminalität hat die Polizei demnach gelöst. Meist, berichtet Stadler, waren sich Täter und Opfer dabei vorher bekannt, fast immer sei Alkohol im Spiel. Bei der Straßenkriminalität klärten die Beamten nur 21,3 Prozent der Delikte auf, da die meisten Taten hier ohne Zeugen oder im Schutz der Dunkelheit begangen werden. 277 Fälle zählten die Polizisten, vier mehr als im Vorjahr. Zumeist handelte es sich um Sachbeschädigungen. Bei den Diebstählen verzeichneten die Füssener Polizisten einen Rückgang von über 18 Prozent – 406 Mal wurde geklaut, 500 Fälle waren es noch 2009. 61 Fahrräder wurden gestohlen, jedes fünfte fanden die Beamten wieder – eine sehr gute Quote, so Stadler. Er empfiehlt, sein Rad bei der Polizei registrieren zu lassen. Erfreulich sei der Rückgang an Rauschgiftdelikten um 20 Prozent, besonders, weil von den 94 Tätern nur fünf minderjährig waren. Hier arbeiten die Füssener Ordnungshüter mit dem Fachkommissariat in Kempten zusammen, da Drogen meist überregional gehandelt werden. Bei den so genannten Vermögensdelikten erfassten die Beamten ein Plus von 57,5 Prozent, wie Stadler erklärt. Das liege vor allem am enormen Anstieg von Internetbetrügereien. Die haben die Füssener Beamten zwar zu über 92 Prozent aufgeklärt, das bedeute aber nicht, dass die Opfer immer auch ihr Geld wiederbekämen. Weiterhin sind die meisten Tatverdächtigen männlich: 740 Männern standen 2010 145 Frauen gegenüber, denen Straftaten zur Last gelegt wurden. 18, 9 Prozent waren Ausländer, 52 Jugendliche und 26 strafunmündige Kinder. „Zum Schluss möchte ich mich auch wieder einmal bei den Mitbürgern bedanken, die es uns durch Zeugenaussagen oder wertvolle Hinweise ermöglicht haben, die eine oder andere Straftat zu klären“, so der Erste Polizeihauptkommissar. „Sie haben Zivilcourage bewiesen und nicht weggeschaut.

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