Messe "Wir in Füssen" sorgt am Wochenende einmal mehr für ein volles Eisstadion

Eine Region stellt sich vor

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BdS-Vizepräsidentin Ulla Widmann-Borst (3. v.l.) sucht auf der „Wir in Füssen“ das Gespräch mit Kreisboten-Anzeigenleiter Alfred Bloos (rechts) und Bürgermeister Paul Iacob (2. v.r.). Ebenfalls mit dabei: Nicole Schwab, Geschäftsführerin des BdS Schwaben, und Messeleiter Andreas Ullrich (links).

Füssen – Unten spielte die Musik. Oben auf der Bühne stand Andreas Ullrich, sonst selbst aktiv bei der Füssener „Harmonie“. Am Wochenende war er freilich für den Bund der Selbständigen in Füssen (BdS) als dessen Vorsitzender und als Messeleiter der „Wir“ im Einsatz.

im Einsatz. Auf der Messe stellten sich am Wochenende 117 Aussteller vor. Laut Ullrich blieb kein Platz auf dem Messegelände frei. Die Stände verteilten sich in den Hallen des Bundesleistungszentrums (BLZ) und auf dem sonnigen Außenbereich. Mit zwei Tagen hat die regionale Messe zwar zeitlich einen sehr engen Rahmen. Weil das jedoch bekannt ist, schauen die Besucher immer spätestens am Sonntagnachmittag vorbei. „Zum Glück spielte das Wetter mit. Vor den Hallen war ebenfalls richtig viel los. Mit der Besucherresonanz“, so Ullrich in einer ersten Bilanz, „können wir hochzufrieden sein.“ 

Die Heimische Wirtschaft präsentiert sich

Im Gespräch mit dem Kreisboten wies er auf den „professionellen Standaufbau vieler Betriebe“ hin. Auch die teilnehmenden Vereine setzten in der Halle und draußen gute Ideen um. Mit dem ZDF-Klassiker „Torwandschießen“ hatte der FC Füssen einen Volltreffer gelandet. „Wir sind zum ersten Mal hier vertreten und am Samstagmittag hatte unser Team bereits festgestellt, dass sich der Zeitaufwand lohnt“, so Clubvorsitzender Rudolf Vieweger. 

Nur ein paar Schritte entfernt war auf dem abgesperrten Hartplatz Eishockeyüben für Buben und Mädchen ein absoluter Renner. Technisches Hilfswerk (THW), Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr zogen auf dem Außengelände wie Magneten die Familien an. Die „Wir“, die das Know-how der regionalen Firmen in den unterschiedlichsten Branchen unterstrich, machte diesmal nicht den Fehler, in einer Ecke die Kids fantasievoll zu beschäftigen. „Wir sind froh über die Teilnahme des Jugendforums, der AWO und der Aussteller, die hier deutlich machen, dass der Charakter unserer Messe familienfreundlich ist“, erläuterte Ullrich. 

Bestnoten vom BdS 

Petra Schwartz und Birgit Hörmann von der Volkshochschule stellten die nächsten Angebote der „Jungen VHS“ vor. Die Mini-Rennwagen liefen hier heiß und sprangen auch schon mal aus der kurvigen Bahn. Unübersehbar: Das hohe Baugerüst, mit dem Thomas Scheibel mit der häufig in sozialen Projekten auftretenden Garten- und Landschaftsbaufirma Hermann Briemle das mittlerweile von ihm geleitete Familienunternehmen in den Fokus rückte. 

Der Bund der Selbstständigen aus Pfronten, der sich ebenfalls in der Lechstadt präsentierte, hatte viel mehr als nur einen Flyer zum Mitnachhausnehmen ausgelegt. Das EWR durfte natürlich auch nicht fehlen. 

Was wäre die regionale Wirtschaft ohne die Medienpartner vor Ort? Schon am Tag der Eröffnung der Messe war das Kreisboten-Team beratend in Sachen „gute Werbung“ nicht nur am Stand aktiv. Gemeinsam mit Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hatte BdS-Vorsitzender Ullrich am Samstagmorgen dem Warten vor Halle 1 im BLZ um 10 Uhr ein Ende bereitet und die Tür weit geöffnet, die als erstes die Prominenz zur 6. Messe „Wir in Füssen“ führte. Bereits kurz nach den Ehrengästen strömten die ersten Besucher in die Hallen. 

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“, so Ulla Widmann-Borst, Vize-Präsidentin des bayerischen BdS. „Unternehmen, Kommunen und auch ein Wirtschaftsverband wie unser BdS müssen sich auf den Wandel einstellen und sich gegebenenfalls neu ausrichten, vielleicht sogar neu erfinden“, sagte sie unter Beifall. „Dazu ist es im Internet-Zeitalter notwendig, die Nähe zum Kunden – auch auf einer Messe – zu suchen und gezielt auf dessen Bedürfnisse einzugehen.“ Nach einem Rundgang bekam die „Wir“ die Bestnote von Widmann-Borst. 

Die Messe sei heute ein „fester Bestandteil im Veranstaltungsprogramm für das Allgäu und das Außerfern“. Bürgermeister Iacob hatte das Bild „lebendiges Schaufenster“ gewählt, um den ganz besonderen Charakter der „Wir“ zu beleuchten.

Chris Friedrich

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