Alpentherme: Verantwortliche legen Bericht vor

Bad schreibt schwarze Zahlen

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Gut kommt die Alpentherme Ehrenberg bei den Besuchern an. Besonders die Saunalandschaft des Bades ist bei den Besuchern beliebt.

Reutte – Die Alpentherme Ehrenberg ist eine Erfolgsgeschichte. Als vor ziemlich genau fünf Jahren mit großer Inszenierung die Pforten geöffnet wurden, rechneten viele mit einem „Zuschussbetrieb“ für die Marktgemeinde Reutte. Die Skeptiker wurden eines besseren belehrt.

In der vergangenen Gemeinderatssitzung legten die Verantwortlichen der Betreibergesellschaft einen makellosen Bericht vor: Man schreibt schwarze Zahlen, ein Überschuss wurde erwirtschaftet. Zudem sollen angedachte Investitionen weitere Umsatzzuwächse bringen. Einem Überschuss von 24.000 Euro im vergangenen Abrechnungszeitraum steht nun einer von 263.000 Euro gegenüber. 

Zudem könnte heuer die 200.000-Besucher-Marke geknackt werden. An Spitzentagen passierten bereits über 1000 Besucher die Drehkreuze, informierten Geschäftsführer Thomas Eichhorn und Betriebsleiter Sebastian Heckelmiller von Vivamar in der jüngsten Gemeinderatssitzung. 

Die Mandatare um Bürgermeister Alois Oberer zeigten sich von den Ausführungen angetan, die Opposition liebäugelte sogar mit einem Ausbau zum Freibad. Die Expertenmeinung und die angespannte Finanzlage ohne große Spielräume sprächen jedoch dagegen, kam dabei zum Ausdruck. Die jährliche Tilgung von rund 570.000 Euro für den damaligen Neubau seien eigentlich Belastung genug, meinte der Bürgermeister. 

Dass das Projekt Alpentherme im Gegensatz zu vielen ähnlichen Bädern in anderen Regionen so gut floriere, sei aber mehr als zufriedenstellend, meinte er mit Nachdruck. Der Erfolg der Alpentherme sei vor allem der weitum bekannten Saualandschaft und dem Welnessbereich geschuldet, die Besucherzahlen wurden hier seit dem Start mehr als verdoppelt, erklärten Eichhorn und Heckelmiller. Hier liege die eigentliche Wertschöpfung der Anlage. 

An Grenze gestoßen

Doch in diesem Bereich sei man bereits an die Kapazitätsgrenzen gestoßen. Der Bereich platze an guten Tagen aus allen Nähten, da sei dringender Handlungsbedarf angesagt, kam aus Richtung der Betreiber. Im zum größten Teil ungenutzten Tiefgeschoss stehen Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein getrennter Zugang mit eigenen Umkleideräumen für die Saunabesucher, weitere Ruheräume und eine ansprechende Lounge sollen ohne große Neubauvorhaben den Komfort verbessern und die Auslastung und die Umsätze weiter in die Höhe treiben.

Rutsche besser ausstatten

Küche und Restaurantflächen im Saunabereich sollen zudem deutlich ausgebaut werden, um den gestiegenen Anforderungen weiterhin gerecht werden zu können. So sollen der Wohlfühlfaktor, der zum großen Teil für die Beliebtheit des Bades verantwortlich sei, und das gute gastronomische Angebot für die Besucher noch einmal gesteigert werden, erklärten Geschäftsführer und Betriebsleiter. Im Hallenbadbereich soll die Rutsche attraktiviert werden. 

Mit „wählbaren“ Lichteffekten und Musikeinspielungen soll den Wünschen des einzelnen Gastes entsprochen werden. Eine installierte Zeitmessung in der Röhre soll zudem den sportlichen Ehrgeiz der Besucher anfachen. Für weitere Anreize soll laut Eichhorn und Heckelmiller eine Jubiläumswoche zu Weihnachten sorgen. Diese werde eine Reihe von Events beinhalten, erklärten die beiden.

niko

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