CSU-Europaabgeordneter Markus Ferber besucht das Walderlebniszentrum

Der Retter zu Besuch

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Der EU-Ageordnete Markus Ferber (rechts) bewahrte den Trägerverein vor finanziellen Schwierigkeiten. Stadtrat Michael Schmück, Geschäftsführerin Carolin Klughammer und die stellvertretende Kreistagspräsidentin Uschi Lax applaudieren ihm dafür.

Füssen – In erster Linie ums liebe Geld ging es im Walderlebniszentrum (WEZ), als der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber zusammen mit Mitgliedern des CSU-Ortsvereins den Trägerverein besuchte. Dabei versicherte er, dass er dem ehrenamtlichen Team auch ein drittes Mal zur Seite stehen werde.

Das könnte allerdings schon bald sein, denn der Abschied von der Currywurst ist beschlossen. Besuchern, die sich bisher an einem Imbisswagen stärkten, solle vor Ort „eine Gastronomie angeboten werden, die zu uns passt“, kündigte Carolin Klughammer, Geschäftsführerin des WEZ an. Daher sei nach „entsprechenden Förderungsmöglichkeiten“ Ausschau zu halten.

Doch eigentlich war Ferber gekommen, um sich ein Projekt vor Ort anzuschauen, für das er sich zuvor in Brüssel stark gemacht hatte. Denn die insbesondere nach der Baumkronenweg-Eröffnung einsetzende Erfolgsgeschichte des WEZ brachte den Verein durch erforderliche Investitionen – Parkplätze und Toiletten – in ernste finanzielle Schwierigkeiten, die dank Ferber aber wieder in solide Bahnen kamen.

Wie Forstdirektor Robert Berchtold im Ausstellungsraum betonte, waren es die EU und ihre Fördermittel, die das WEZ erst ermöglicht hatten. Dass viel Geld in dieses ambitionierte Projekt in Partnerschaft mit dem Nachbarn Tirol floss, hatte allerdings auch einen Haken. Eine Verwaltungsbehörde in Linz, die im Auftrag der EU handelte, forderte 177.000 Euro vom Trägerverein kurzfristig zurück.

Dank an Ferber 

Dass sich die Parteien am Ende der Verhandlungen auf die Rückzahlung von „nur“ 84.000 Euro einigen konnten, war Ferbers „Verbindungen sowie seinem Einsatz zu danken“, so Harald Husel, stellvertretender Vereinsvorsitzender. „Ehrenamtlicher Einsatz, wie ihn Mitglieder des Trägervereins zeigen, darf nicht von der EU bestraft werden“, betonte der CSU-Mann aus Brüssel.

Ferber hatte sich bereits in der Vergangenheit für das WEZ eingesetzt, als es um eine möglichst zeitnahe Auszahlung von Fördermitteln ging. Aus Tirol war der Pinswanger Bürgermeister Karl Wechselberger beim Empfang mit dabei. Er bekam viel Beifall aus den Reihen der Füssener CSU, als er feierlich erklärte: Die Ziegelwies sei „die Drehscheibe von Europa.“

Chris Friedrich

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