Füssener Kulturamt stellt Kulturprogramm für 2017 vor

"Eine ganz tolle Sache für Füssen"

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Rund um die Laute dreht sich das Europäische Festival der Laute, das im Juni nach Füssen kommt.

Füssen – Einen Ausblick auf das Kulturprogramm 2017 haben Kulturamtsleiterin Karina Hager und Museumsleiter Dr. Anton Englert im jüngsten Kulturausschuss gegeben.

Neben dem Jubiläumsprogramm 300 Jahre Barockklosters St. Mang, sind erneut die Kaisersaalkonzerte und das „festival vielsaitig“ geplant. Außerdem werden in Ausstellungen im städtischen Museum der verstorbene Kunsterzieher Peter Schlosser und der Lech in den Mittelpunkt gerückt. 

Daneben kommt eine „grandiose Sache“, so Bürgermeister Paul Iacob (SPD) in die Lechstadt: Das Europäische Festival der Laute. Dass das Festival in die Lechstadt komme, sei eine „ganz ganz tolle Sache für Füssen“, meinte Hager. Denn dazu würden Lautengesellschaften aus ganz Europa eingeladen. „Das trägt den Namen der Stadt in die Welt hinaus“, ist sich Iacob sicher. 

Bei dem Festival, das vom 15. bis 18. Juni nach Füssen kommt, werden Vorträge, Konzerte und Ausstellungen angeboten. Dabei werden Instrumente, Saiten, Noten und Tonträger präsentiert. Außerdem gibt es einen Interpretationskurs mit Workshop und Abschlussspiel. Daneben werden spezielle Kinder- und Familienveranstaltungen angeboten.

Den Höhepunkt des viertägigen Festivals bildet aber das Konzert eines europäischen Lautenorchesters. Das präsentiert Stücke aus dem frühen Barock und der späten Renaissance, erklärte Hager. Die Veranstaltungen werden hauptsächlich im Museum der Stadt Füssen über die Bühne gehen, so Hager. Ein Konzert findet jedoch in der Christuskirche statt. 

Bezahlt und organisiert wird das Ganze von der Deutschen Lautengesellschaft. „Füssen muss nur die Infrastruktur zur Verfügung stellen“, erklärte Hager. Wie hoch aber genau die Kosten sein werden, die auf die Stadt zukommen, könne man noch nicht sagen, so Iacob. Das Ziel sei aber „möglichst wenig“ zu bezahlen, so Englert. 

Festival zum „Staunen“

 Auch das „festival vielsaitig“ und die Kaisersaalkonzerte veranstaltet das Kulturamt im kommenden Jahr wieder. Das Kammermusikfestival „vielsaitig“ wird vom 30. August bis 9. September unter dem Motto „staunen“ stattfinden. Einzelne Veranstaltungen werden sich auch hier auf das 300. Jubiläum des Barockklosters beziehen. 

Da das Kulturamt aber auch das 500-jährige Reformationsjubiläum „nicht unter den Tisch fallen“ lassen möchte, so Hager, wird das Calmus-Ensemble zusammen mit der Lautten Compagney Berlin auf ihrer Deutschlandtournee Station in Füssen machen. Nähere Details zu den beiden Konzertreihen werden aber erst in der Frühjahrssitzung bekannt gegeben, erklärte die Kulturamtsleiterin. Denn „die Organisation läuft auf Hochtouren. Verträge sind noch nicht abgeschlossen.“ 

Ausstellung über Lech

Konkreter ist man da schon bei den Planungen im Museum der Stadt Füssen. Hier werden von 28. April bis zum 14. Mai erneut Künstler des Berufsverbands Bildender Künstler Schwaben ihre Werke ausstellen. Dabei wird auch der Füssener Förderpreis vergeben. 

Im Anschluss daran würdigt die Stadt das Schaffen des verstorbenen Kunsterziehers Peter Schlosser. Von 18. Mai bis 2. Juli werden seine Werke im städtischen Museum zu sehen sein. Das hätten sich viele Füssener gewünscht, erklärte der Museumsleiter. 

Derzeit sei ein kleines Komitee aus Kunstkennern und Freunden des Künstlers dabei ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. „Ein schönes Thema für alle“ sei zudem die Ausstellung „So ein Lech! Episoden und Stationen eines bayerischen Flusslaufs“, ist sich Englert sicher. 

Diese wird im kommenden Jahr ebenfalls im städtischen Museum zu sehen sein. Derzeit befinde sie sich noch im städtischen Museum in Landsberg. Das werde die Exponate zwischenlagern, damit Füssen sie im Sommer übernehmen und vom 15. Juli bis 5. November präsentieren könne. „Das ist ungeheuer freundlich“, meinte der Museumsleiter. 

Die Ausstellung befasst sich mit dem ganzen Lauf des Lechs, von der Mündung bis zur Donau. Dabei wird auch der Blick auf den Umweltschutz und den Lech in der Kunst gelegt. In Füssen wird der letzte Raum der Ausstellung Füssen Tourismus und Marketing (FTM) überlassen, kündigte Englert an.

Das Kommunalunternehmen könne dort den Lechweg als Wanderweg bewerben. „Die Verbindung liegt auf der Hand“, meinte Dr. Anni Derday (FWF). Sie schlug vor, dass FTM und Museum gegenseitig die Ausstellung bzw. den Wanderweg bewerbe. „Es wird eine enge Zusammenarbeit mit FTM geben“, bekräftigte Iacob.

Katharina Knoll

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