Feneberg-Umzug, die Zweite

Für die Firma Feneberg besteht nun, ein Jahr nach dem Bürgerentscheid, die Möglichkeit, doch noch einen neuen Markt auf dem ehemaligen TSV-Gelände (Foto) zu bauen. Foto: Archiv

2010 war er der Zankapfel in Pfronten: Der geplante Umzug des Feneberg-Markts von der Allgäuer in die Meilinger Straße. Per Bürgerentscheid stoppten die Gegner des Projekts den Bebauungsplan, mit dem der Neubau eines Fenebergs auf dem ehemaligen TSV-Gelände freie Bahn gehabt hätte. Das Gelände sollte ihrer Meinung nach für eine Senioreneinrichtung frei bleiben. Doch seither liegt das Gelände brach, der Bürgerentscheid ist quasi verjährt. Feneberg und Gelände-Eigner ECO wagen daher nun offenbar einen neuen Anlauf.

Der Bauantrag für einen neuen Supermarkt an selber Stelle und auch der Satzungsbeschluss zu der Bebauungsplanänderung sind am kommenden Donnerstag, 26. April, auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung zu finden, zu der der Bürgermeister am vergangenen Donnerstag einlud. Nach dem Bürgerentscheid am ersten Advent 2010 galt eine einjährige Bindungsfrist, wie Pfrontens Hauptamtsleiter Richard Nöß auf Nachfrage des KREISBOTE erklärte. Die sei im Dezember abgelaufen. Jetzt liegt ein neuerlicher Bauantrag vor, daher wird ebenso der Bebauungsplan wieder aktuell. Auch die regelrechte Schlammschlacht zwischen Befürwortern und Gegnern droht nun von neuem zu beginnen. Passiert die Entscheidung den Gemeinderat „dann müssen wir wohl wieder ein Bürgerbegehren starten“, erklärte Heinz Brodmann auf Nachfrage. Er war seinerzeit Mitinitiator des Bürgerentscheids. Stellungnahmen der Firmen Feneberg und ECO sowie von Bürgermeister Josef Zeislmeier waren vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe am Donnerstagnachmittag leider nicht mehr zu bekommen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in Kürze im KREISBOTE.

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