Wirthensohn zieht ins Allgäuer Land

Hauptamtsleiter Andreas Rist (v.l.), Bürgermeister Paul Iacob und die Inhaber der Firma „Hugo Wirthensohn GmbH”, Konrad und Sabine Prestel, schauen sich die Baupläne an. Foto: Knoll

Füssen – Der Gewerbepark Allgäuer Land füllt sich weiter. Nun will sich die Firma „Hugo Wirthensohn GmbH“ ansiedeln, wie Füssens Bürgermeister Paul Iacob und Hauptamtsleiter Andreas Rist am Dienstag bekannt gaben. Das besondere daran: Die Firma war im Füssener Land bisher noch nicht vertreten.

Der „größte Hersteller von Fenstern und Türen im Allgäu“, wie Inhaber Konrad Prestel seine Firma vorstellte, beschäftigt bisher 60 Mitarbeiter in Dietmannsried und fünf in Isny. Da er und seine Frau Sabine Prestel das Unternehmen erweitern wollen, hat er nach einem „adäquaten Standort im Allgäu“ gesucht und dabei den Standort Füssen favorisiert. Denn das Unternehmen ist hier bereits tätig und will außerdem einen Fuß ins Außerfern bekommen, so Prestel. 

Doch anfangs hatte die Firma mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Denn das Gelände im Gewerbepark war bereits an einem Brillenhersteller verkauft, der vorerst aber nicht nach Füssen ziehen wird, erklärte Iacob. Die Rückabwicklung habe sich dann in die Länge gezogen. Zwar hat die Stadt Füssen dem Unternehmen noch andere Flächen angeboten, aber Prestel war die Lage direkt an der Autobahn wichtig. Denn „ein so aufwendiges Gebäude hinten reinzustellen widerspricht mir“, sagte der Firmeninhaber. Weil „nichts schöner ist, als am eigenen Gebäude zu zeigen, was man kann“, so Prestel weiter, soll das Betriebsgebäude futuristisch und mit einer nach vorne gekippten Fassade gestaltet werden. Wasserspiele vor dem Gebäude sollen als „Eyecatcher“ dienen. 

Direkt neben dem Kreisel und dem Autohaus Heuberger hat das Unternehmen dafür ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Darauf will Prestel ein 1100 Quadratmeter großes Gebäude bauen, in das ein Teil der Firma, nämlich der Sitz und die Verwaltung des Metallbaus Prestel, ausgelagert wird. Dabei entstehen zehn neue Arbeitsplätze, vor allem im gewerblichen aber auch im technischen Bereich. „Mit zehn Mitarbeitern wollen wir nicht aufhören“, so Prestel. Denn „Stillstand ist Rückschritt“, sagte der Firmeninhaber. Über eventuelle Erweiterungsflächen hat er auch schon mit der Stadt gesprochen. Die Chancen stehen gut, dass auch neue Ausbildungsplätze entstehen. Denn laut Prestel bezieht das Unternehmen 90 Prozent seiner Mitarbeiter aus dem eigenen Nachwuchs und sei zudem der größte Ausbilder in Bayern für Fenster- und Fassadenbau. 

Etwa 2,5 Millionen Euro will die Firma Wirthensohn in den Standort Füssen investieren. Sobald das Wetter es zulässt, sollen laut Prestel die Bauarbeiten beginnen. Voraussichtlich im Frühjahr 2015 will Prestel dann den Standort eröffnen. kk

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