Feuer in der Innenstadt

Circa 24 Stunden nachdem das Feuer im Hotel Ludwig ausgebrochen ist, sind die Floriansjünger wieder vor Ort. Der Grund sind Glutnester in den Holzfehlböden des Hotels. Foto: Faust

Ein technischer Defekt war wohl die Ursache für einen Brand im Hotel „Ludwigs“, der in der Nacht auf vergangenen Sonntag zu einem Großeinsatz der Feuerwehr und des Rettungsdienstes geführt hatte. Das ergaben die ersten Ermittlungen der Polizei, die aber noch weiter andauern. Gegen zwei Uhr morgens brach ein Feuer aus, das den Hotelgästen den Fluchtweg abschnitt, so dass sie mit Drehleitern und tragbaren Leitern gerettet werden mussten. Mittlerweile haben aber alle Hotelgäste, die vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert wurden, die Klinik wieder verlassen.

Von Rauch und Flammen eingeschlossen, mussten mehrere Hotelgäste mit Leitern aus dem brennenden Gebäude in der Füssener Innenstadt gerettet werden. Dafür rückten sechs Feuerwehren mit Löschfahrzeugen inklusive zweier Drehleitern aus. Eine Dritte steuerten zudem die Floriansjünger aus Reutte bei. Nachdem die circa 40 Gäste, die sich zum Zeitpunkt des Brandes im Hotel befanden, das Gebäude verlassen hatten, betreuten fünf Rettungswägen und fünf Notärzte die Geretteten. Zwölf Hotelgäste im Alter zwischen vier und 57 Jahren lieferte der Rettungsdienst anschließend mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus ein. Das haben aber bereits alle Geretteten wieder verlassen. Gegen 3.25 Uhr brachten die Floriansjünger das Feuer schließlich unter Kontrolle. Aber das sollte nur 24 Stunden anhalten. Denn in der Nacht auf Montag lösten Glutnester in den Holzfehlböden des Hotels erneut einen Einsatz der Feuerwehr aus. Verletzt wurde dabei niemand. „Ich bin froh, das keine Personen zu Schaden gekommen sind“, erklärte Hotelbesitzer Behcet Karademir gegenüber dem KREISBOTE. Seinen Angaben zufolge war eine durchgeschmorte Einbauleuchte in der Decke des Restaurants Ausgangspunkt des Brandes. Beschädigt seien vor allem die Wände, Schutztüren hätten verhindert, dass Feuer, Rauch oder Ruß bis in die Hotelzimmer vorgedrungen seien. Den Schaden schätzte er auf mindestens 300.000 Euro. Frühestens Weihnachten rechne er mit einer Wiedereröff- nung.

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