Den Ernstfall proben

Bei ihrem Probealarm „rettet” die Feuerwehr Lechaschau Schüler mit einer Drehleiter aus der oberen Etage der Volkschule Lechaschau. Foto: privat

Lechaschau – Wie sich Schüler und auch die Feuerwehr richtig verhalten, wenn die Schule brennt, das hat die Feuerwehr Lechaschau mit der Wehr Wängle und der Volksschule Lechaschau jetzt bei einem Probealarm geübt. In einer Stunde „retteten“ sie 65 Schüler und neuen Lehrer aus dem Schulgebäude.

Kurz nachdem die Direktorin der Volksschule Lechaschau den Notrufes abgesetzt hatte, alarmierte die Leitstelle Innsbruck die Feuerwehr Lechaschau mit Hilfe eines Pagers über einen Großbrand in der Schule. Gleichzeitig wurde zur weiteren Unterstützung die Feuerwehr Wängle hinzugerufen. Innerhalb von zehn Minuten waren die Feuerwehr Lechaschau mit der Drehleiter, einem Tank- und einem Löschfahrzeug, dem sogenannten LAST und insgesamt 28 Einsatzkräften sowie die Wehr Wängle mit einem Fahrzeug und neun Mann vor Ort.  

Bei der Übung gingen die Wehren davon aus, dass die Küche im Keller der Schule brannte. Dabei entwickelte sich starker Rauch, der über das Treppenhaus in die oberen Stockwerke zog. Deshalb konnten die Floriansjünger die Volksschüler in den oberen Etagen nicht mehr über das Treppenhaus evakuieren. Die Floriansjünger mussten sie über die Drehleiter bergen. Die Klassen im Erdgeschoss brachten die Floriansjünger durch den Eingang der Sporthalle sicher zum Sammelplatz, der sich beim Kinderspielplatz der Volksschule befand. Anschließend drangen drei Atemschutztrupps in das Gebäude ein, um im Keller das Feuer zu bekämpfen. Innerhalb einer Stunde brachten die beiden Wehren die 65 Volksschüler und neun Lehrer unverletzt in Sicherheit. 

Vor der Übung hatten Bernhard Bader und Alexander Storf die Volksschüler über das richtige Verhalten im Brandfall informiert und ihnen erklärt, wie die Feuerwehr richtig alarmiert und der Alarm ausgelöst wird. Der Atemschutzträger Hannes Simon zeigte den Kindern anschließend, was für eine Ausrüstung der Atemschutzträger braucht, um eine verletzte Person zu bergen. Die wiegt insgesamt rund 30 Kilogramm. Bei der Abschlussbesprechung erklärte der Bezirksfeuerwehrinspektor Konrad Müller, dass er bei der Übung keinen Fehler finden konnte. Auch der Lechaschauer Bürgermeister Aurel Schmidhofer war als oberster Feuerwehrchef zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen für die gelungene und aufschlussreiche Übung. kb

Meistgelesene Artikel

Neue Ideen

Pfronten – Für frischen Wind beim diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Pfronten im Pfarrheim St. Nikolaus sorgten jetzt die Geistlichen Andreas …
Neue Ideen

Eine vorsichtige Kalkulation

Nesselwang – Weniger Einnaben, geringere Schlüsselzuweisungen und gestiegene Kosten: 2017 wird wohl ein nicht so gutes Wirtschaftsjahr für die …
Eine vorsichtige Kalkulation

"Irgendjemand steuert das"

Füssen – Die erste Sitzung des Stadtrates hat noch nicht einmal stattgefunden, da erlebt die Stadtpolitik bereits ihren ersten Eklat im neuen Jahr.
"Irgendjemand steuert das"

Kommentare