Yoga Vidya: Gemeinderat stimmt Aufstellung eines Bebauungsplans zu

Erweiterung rückt näher

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Was lange währt, wird endlich gut: Die geplante Erweiterung des Yoga Vidya-Zentrums hat jetzt erste Hürden genommen.

Oy-Mittelberg – Aller guten Dinge sind drei: Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat jetzt den Bebauungsplan für die geplante Erweiterung des Yoga Vidya-Zentrums verabschiedet.

Bereits zum dritten Mal stand der Bauantrag von Yoga Vidya aus Maria Rain auf der Tagesordnung. Haslach stellte das Projekt und die Pläne des Vereins nochmals kurz vor. Er erläuterte ausführlich die Vorgehensweise des in Teilen von Maria Rains Bevölkerung umstrittenen Bauvorhabens.

So sind drei Beschlüsse im Gemeinderat (Aufstellungsbeschluss, Billigung und Satzungsbeschluss) und zwei öffentliche Auslegungen (frühzeitige Bürgerbeteiligung und öffentliche Auslegung) bis zum möglichen Baubeginn notwendig. Der derzeitig gültige Flächennutzungsplan (FNP) für Maria Rain ist bereits 20 Jahre alt und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Mehrere Ratsmitglieder kritisierten allerdings die neunte Änderung des Flächennutzungsplans in der angedachten Größe für den geplanten Erweiterungsbau.

 Sie wünschten eine Begrenzung auf die geplante Baugrenze von etwa 30 Meter ab dem bestehenden Gebäude. „Der Flächennutzungsplan ist nicht parzellenscharf“, betonte Bürgermeister Theo Haslach in seinen Ausführungen. Erst im weiteren Verfahren werde die Baugrenze klar festgelegt. Des weiteren sollten die Ausgleichsmaßnahmen auf dem verbliebenen Grundstück erfolgen und nach dem Wunsch einiger Ratsmitglieder als Biotop ausgewiesen werden, um die weiteren Baumöglichkeiten stark einzuschränken. „Wir wissen nicht, was in 15 oder 20 Jahren ist“, so Haslach zu dem Vorschlag.

Auch liege aktuell noch kein naturschutzrechtliches Gutachten für die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen vor. Markus Liebenstein (Fraktionsvorsitzender Gemeinschaftsblock Mittelberg/Freie Wähler) verlas einen gemeinsamen Beschluss der beiden Fraktionen, in der die aktuelle Planung und die Erweiterung des Gewerbebetriebs begrüßt wird. „Schon mehrfach wurde das in Maria Rain bei anderen Gewerbebetrieben so vorgenommen und der Flächennutzungsplan dahingehend geändert“, so Liebenstein. Auch sei sich die Fraktion in einer gemeinsamen Sitzung nicht ganz einig gewesen, habe aber schließlich den vorgetragenen Beschluss gefasst.

Verdeckte Parkplätze

 Der geplante Stellplatzbereich im Westen des Grundstücks soll nach der Vorstellung der geänderten Pläne durch Bürgermeister Theo Haslach von einem begrünten Wall umgeben werden. Die Autos sollen dadurch dahinter „verschwinden“. Die Zufahrt zu dem Bereich muss aber noch aufgrund der Topographie geprüft werden. Derzeit stehen zwei Möglichkeiten offen: eine von Süden von der Ortsverbindungsstraße zur ST2520 und die andere von Osten her zwischen dem bestehenden Gebäude und dem südlich angrenzenden Nachbargrundstück.

In den mit 12:3 Stimmen verabschiedeten Aufstellungsbeschluss wurde dann auch die gewünschte Baugrenze von 30 Metern ab dem derzeit bestehenden Gebäude aufgenommen. Ebenfalls mit 12:3 wurde der vorhabenbezogene Bebauungsplan für die Erweiterung von den Gemeinderäten verabschiedet.

Herbert Hoellisch

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