Flanieren in Reutte

Der Nachwuchs des Skiclubs hat Spaß beim Sommertraining auf Skates Foto: gau

Es war vielleicht nicht das, was man erwartet hätte, aber dennoch – in der guten Stube Reuttes bewegte sich etwas. Im Rahmen der Mobilitätswochen hatten die Veranstalter den Untermarkt zur Fußgängerzone erklärt, am Samstag sollte hier flaniert werden, am Sonntag dann gesportelt. Das Angebot lockte schon Interessierte, das Gros blieb aber aufgrund des schönen Wetters oder vielleicht wegen des Angebots, weg.

Die Idee war einfach, man wollte dem Verkehr ein Stück Reutte abzwacken, wie es hieß, um es als Begegnungs- und Flanierraum zu nutzen. Geschaffen werden sollte ein Ort, wo man sich trifft zum Bummeln und Kaffeetrinken. Die ansässige Gastronomie und Kaufmannschaft sei eingeladen, den autofreien Raum rund um das jeweilige Lokal als Gastgarten oder Verkaufsfläche zu nutzen. Das gelang aber nur sehr punktuell. Wer am Samstagnachmittag auf dem Reuttener Untermarkt flanierte, der konnte vor allem zwischen den Ständen des Flohmarktes laufen. An einigen Punkten sorgten Performancekünstler für Action, durchgängiges Programm gab es aber erst am Sonntag. Hier präsentierten sich die Reuttener Sportvereine mit ihren Sportarten. Wetter zu schön? Vom Modellpiloten bis zum Drachenflieger waren viele Sportarten auf dem Untermarkt vertreten. So sorgten die Damen vom Sportstudio für Bewegung, der Nachwuchs des Skiclubs zeigte das Sommertraining auf Skates und die Judokas die richtige Fallschule. Während dafür zwar mehr Interesse herrschte, waren wiederum die Läden geschlossen und zahlreiche Reuttener zogen es scheinbar vor, den Spätsommertag in der Natur als in der Stadt zu verbringen. So herrschte nur mäßiges Interesse an den Vorführungen, die eigentlich zum Mitmachen hätten animieren sollen.

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