Tiroler Landtag beschließt neues Förderprogramm für Naturparkregion

Sieben Millionen für Reutte

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Das Fördergremium unter Vorsitz von Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf (vordere Reihe, 3. v.r.) trifft sich zu seiner konstituierenden Sitzung

Reutte – Bis eine Region wirtschaftlich aufgeholt hat, dauert. Das hat jetzt eine Evaluierung der REA ergeben. Deshalb hat die Landesregierung bereits beschlossen, nach dem Ende des „Entwicklungsprogramms 2004-2014“ ein Folgeprogramm für die Naturparkregion Reutte auf die Beine zu stellen.

Das genaue Programm dafür hat jetzt der Tiroler Landtag beschlossen und auch die konstituierende Sitzung des regionalen Fördergremiums ging bereits über die Bühne, wie die REA jetzt bekannt gab. Das Entwicklungsprogramm 2004-2014, das an die Natura 2000 Ausweisung gekoppelt war, löste laut der REA insbesondere im Lechtaler Tourismus eine große Aufbruchsstimmung aus. Eine externe Evaluierung zeigte allerdings, dass wirtschaftliche Aufholprozesse längere Zeiträume erfordern. 

Deshalb beschloss die Tiroler Landesregierung im vergangenen Jahr, ein Folgeprogramm für die Naturparkregion zu installieren. Regionalmanager Günter Salchner erarbeitete das neue Programm in Abstimmung mit der Region und dem Land Tirol. Anfang Juli beschloss es der Tiroler Landtag. Es ist dotiert mit sieben Millionen Euro und hat wiederum eine Laufzeit von zehn Jahren. Ende Juli fand nun in der Bezirkshauptmannschaft Reutte die konstituierende Sitzung des regionalen Fördergremiums statt. 

Förderempfehlungen geben Das Gremium soll für die eingereichte Projekt Förderempfehlungen abgeben. Die eigentliche Entscheidungen fällt jedoch die Tiroler Landesregierung selbst. Dem Fördergremium gehören mit den Bürgermeistern Heiner Ginther aus Elmen, Bernhard Singer aus Elbigenalp, Hanspeter Wagner aus Breitenwang und Aurel Schmidhofer aus Lechaschau je zwei Vertreter der Planungsverbände Oberes Lechtal, Reutte und Umgebung an. 

Tourismus voranbringen 

Die Tourismusverbände Lechtal und Naturparkregion Reutte sind über deren Obmänner, Marc Baldauf und Hermann Ruepp, vertreten. Seitens des Landes Tirol nehmen der Leiter des Sachgebiets Wirtschaftsförderung, Werner Draschl, sowie Sigrid Hilger von der Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie an den Sitzungen teil. Den Vorsitz hat Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf inne. 

Förderanträge können ab sofort bei der Programmgeschäftsstelle eingereicht werden. Diese bei der Regionalentwicklung Außerfern im IC Reutte in Pflach angesiedelt. Hauptsächlich soll das Programm dabei helfen den Tourismus in der Naturparkregion weiterzuentwickeln und die Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben zu fördern. Außerdem unterstützt es auch die Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen außerhalb des Tourismus sowie betriebliche Investitionen in Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Speichersystemen. Gemeinden erhalten Förderungen, wenn sie ihre Straßenbeleuchtung auf LED umrüsten. Darüber hinaus gibt es auch wieder einen eigenen Förderschwerpunkt für die Lechtaler Seitentäler. 

Alle Infos zum Programm sich auf der REA-Website www.allesausserfern.at/foerderungen zu finden. Hier stehen auch das Programm selbst, die Förderrichtlinie sowie der Förderantrag zum Download zur Verfügung. Am Dienstag, 8. September, findet um 17 Uhr in der Wirtschaftskammer Reutte eine öffentliche Startveranstaltung zur neuen Programmperiode statt. Die REA, die Wirtschaftskammer und das Land Tirol werden dabei die Fördermöglichkeiten vorstellen. Im Anschluss lädt die Regionalentwicklung Außerfern zu ihrer 20-Jahr-Feier ein.

kb

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