Schulvorbereitende Einrichtung ist jetzt in Füssen

Werner Krause vom Träger testete mit (von links) Lehrerin Iris Kallmeyer, Heilpädagogin Caroline Trinkwalder und der SVE-Verantwortlichen Irmgard Schormüller (rechts) die Einrichtungen der Räume zur intensiven vorschulischen Förderung von Kindern. Foto: cf

Füssen – Über die jetzt von Seeg nach Füssen umgezogene „Schulvorbereitende Einrichtung“ (SVE) informierten sich vor kurzem Ehrengäste und Familien. Parallel dazu fand ein Tag der offenen Tür an der Erich-Kästner-Schule statt. Die beiden inrichtungen werden von Irmgard Schormüller geleitet.

Die Nähe zu ihrem Wohnort sei ein Vorteil. „Daher freut sich die ganze Schulfamilie, dass eine Gruppe unserer Vorschulkinder nun den Umzug nach Füssen hinter sich hat“, betont Irmgard Schormüller. Mit der Rektorin der Erich-Kästner-Schule – Sonderpädagogisches Zentrum – haben Politiker, weitere Ehrengäste und darüber hinaus zahlreiche Familien einen Blick in die kuscheligen Räume werfen können, in denen vormittags individuelle Förderung von Kindern in die Praxis umgesetzt wird. Vor der Besichtigung des Hauses in der Feistlestraße 8 fand eine Feierstunde in der Schule statt, deren Adresse Feistlestraße 3 ist. Darüber hinaus feierte die Schule bei Sonnenschein einen wirklich fröhlichen Tag der offenen Tür. 

Im Mittelpunkt der zweiteiligen, gut besuchten Veranstaltung standen ganz klar allerdings die Infos zur Füssener SVE und ihre Vorgeschichte. „In unserer direkten Nachbarschaft sind in einem kleinen Haus Räume frei geworden, die wir inzwischen nutzen. Damit kann das vorschulische Förderangebot für Kinder in Füssen ergänzt und erweitert werden“, so Schormüller. Zwei weitere Gruppen sind - wie bei der Veranstaltung zu hören war - nach wie vor im Gemeindekindergarten Hopferau untergebracht. 

„Die heutige Füssener Gruppe befand sich vorher in Seeg“, erläutert Schormüller. „Es war immer unser Wunsch, für Kinder und ihre Familien geeignete Räume in Füssen zu finden.“ Als Folge des abge- schlossenen Umzugs entfallen für eine Reihe von Kindern die bisherigen Fahrzeiten. Das sei für alle ein großer Vorteil. Die Trägerschaft für die drei Gruppen hat der Verein „Schwabenhilfe für Kinder“, bei dem verschiedene Kommunen und auch der Landkreis Ostallgäu Mitglied sind. „Ziel ist die intensive Förderung von Kindern mit Entwicklungsverzögerungen in Kleingruppen von zirka zehn Kindern. Jede Gruppe wird von einer Heilpädagogin geleitet. Sie wird von einer Praktikantin unterstützt“, berichtete Studienrätin Iris Kallmeyer. 

Ihr Kollege Ulrich Ried hatte über dieses pädagogische Thema in der proppevollen Aula gesprochen und stand ebenfalls für Vier-Augen-Gespräche zur Verfügung. Werner Krause, der Geschäftsführer des Trägervereins, erklärte in seinem Vortrag in der Aula der Erich-Kästner-Schule, dass die Mehrzahl der geförderten Kinder den Start in der Regelschule „dank der guten Vorbereitung“ schaffe. Dieser Anteil liege bei zirka 67 Prozent. „Die Akzeptanz bei den Eltern und die Erfolge aus der jahrelangen Erfahrung bestätigen unsere Arbeit“, erklärte Krause. Die Aufnahme eines Kindes erfolgt immer auf Wunsch der Eltern. „Voraus geht in jedem Fall eine eingehende Diagnostik beim Kind und eine ausführliche Beratung der Eltern.“

Der Alltag im Rahmen der Förderung sieht dann so aus: Der Bub oder das Mädchen wird mit den anderen Kindern von einem Kleinbus zuhause abgeholt und in die Einrichtung gebracht. Mittags geht es wieder heim „oder für einzelne Kinder auch in den AWO-Kindergarten in der Nachbarschaft.“, so Lehrerin Kallmeyer. „Dieser Fahrdienst für die Kinder ist für die Eltern kostenlos“, betont sie. cf

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