Klinik braucht Unterstützung

Nur für ein Erinnerungsfoto nach der harmonisch verlaufenen Mitgliederversammlung legt der Vorstand des Fördervereins im Kuppelsaal der Klinik Füssen die Hände in den Schoß: Dr. Andreas Feil (v.l.), Vorsitzende Gerda Bechteler, Andrea Mahler und Franz Gössl. Foto: cf

Füssen – Um die Anschaffung eines „Schlafapnoegeräts“ möglich zu machen, leistet der Füssener Verein der Freunde und Förderer des Krankenhauses einen Finanzierungszuschuss von 6500 Euro. Das gab Vorsitzende Gerda Bechteler im Rahmen der Mitgliederversammlung im Kuppelsaal der Klinik Füssen bekannt.

Wie dieses neue Gerät, das schon ab Mai zur Verfügung stehe, in der Diagnose von Schlafproblemen einsetzt wird, erläuterte Dr. Elke Fritsch-Metzger, die Teilzeit an der Klinik arbeitet. Die Fachärztin sprach in ihrem Vortrag auch die Verbindungen der „Schlafmedizin“ zur Kardiologie an. Chefarzt Dr. Martin Hinterseer – ebenfalls als Gast in der Versammlung – schilderte ein typisches Beispiel der Zusammenarbeit beider Spezialgebiete. 

Der 304 Mitglieder zählende Förderverein verfügt – nach eigenen Angaben – aus dem Geschäftsjahr 2012 über ein ansehnliches finanzielles Polster. Den 40 Teilnehmern des seine insgesamt sieben Tagesordnungspunkte recht zügig behandelnden Abends im Kuppelsaal der Klinik Füssen hatte Kassier Franz Gössl einen wirtschaftlich gesunden Verein vorgestellt. 

Dadurch konnte, wie Bechteler in ihrem Rückblick belegte, zur Verbesserung des Zustands der Klinik beigetragen werden. Zehn Babybettchen als Geschenk, neue Beleuchtungskörper im Treppenhaus und demnächst der umgestaltete Speisesaal fürs Personal, in dem auch Schulungen stattfinden werden, führte Bechteler als Beispiele für zusätzliche Leistungen an, „die durch das Budget der Klinik nicht erbracht werden können“.

Die Mitgliedsbeiträge und „vor allem die Spenden versetzen uns in die glückliche Lage, auch weiterhin gezielt Geld für einige Verbesserungen auszugeben, die den Patienten und dem Personal zugute kommen werden“, freut sich Bechteler. „Im Hinblick auf die Ungewissheiten im Klinikunternehmen“ sei es „nicht immer leicht gewesen, motiviert am Füssener Krankenhaus zu arbeiten“, so Bechteler. Ihren Dank an die Klinikbelegschaft in Füssen verband sie mit der Bitte um eine „weiterhin gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Vorsitzende Bechteler wurde einstimmig mit ihrem Vorstand entlastet. Im Amt als Kassenprüfer bestätigt wurden Dr. Enno Behrends und Andreas Rösel, ansonsten gab es keine Neuwahlen. 

Dr. Philipp Ostwald, der neue Vorstand des Unternehmens Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren ließ Grußworte durch den Füssener Klinikleiter überbringen. Martin Wiedemann wieß außerdem darauf hin, wie wichtig es sei, dass es einen solchen Förderverein gebe, „der sich für die Weiterentwicklung des Hauses vorbildlich einsetzt“. 

Chefarzt Dr. Kai Scriba war der zweite Gastreferent zum Abschluss der nur 90 Minuten dauernden Veranstaltung. Der bilderreiche Kurzvortrag des Chirurgen behandelte das Thema „Hüftarthroskopie“.Hier wurde kurz darüber informiert, dass Scriba und sein Team spezielle Eingriffe in Füssen durchführen, die vor Jahren nur an den großen medizinischen Zentren wie etwa in München möglich gewesen sind.cf

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