KSÖ: Andreas Alber aus Weißenbach wird für sein beherztes Eingreifen ausgezeichnet

Dank für Zivilcourage

+
Bezirkshauptmann Mag. Konrad Geisler (v.l.), Bezirkspolizeikommandant Egon Lorenz, Andreas Albers, Landeshauptmann Günther Platter und Landespolizeipräsident Mag. Helmut Tomac bei der KSÖ-Feier in Innsbruck.

Innsbruck/Reutte – Als Andreas Alber sah wie zwei Unbekannte das Haus verließen, reagierte er sofort: Er alarmierte die Polizei und verfolgte einen der Verdächtigen selbst. Einer der Täter konnte kurz darauf tatsächlich von der Polizei verhaftet werden.

Für sein beherztes Einschreiten erhielt der junge Mann aus Weißenbach jetzt in Innsbruck eine Auszeichnung des Kuratoriums Sicheres Österreich (KSÖ). Mag. Helmut Tomac, Landespolizeidirektor und Präsident des KSÖ-Landesklub Tirol, und Landeshauptmann Günther Platter hatten am vergangenen Mittwochabend in den Saal Paris des neuen Landhauses in Innsbruck zur feierlichen KSÖ-Auszeichnung von couragierten Bürgern eingeladen. Im Rahmen des Festabends wurden Zivilpersonen geehrt, die mit ihrem Handeln wesentlich dazu beigetragen haben, Straftaten zu klären und Tatverdächtige festzunehmen. 

Landespolizeidirektor Tomac bedankte sich in einer Ansprache bei den Geehrten für ihre Zivilcourage und sagte: „Sie haben durch beherztes und bedachtes Handeln zur Klärung von Straftaten beigetragen. Zivilcourage wird weiter an Bedeutung gewinnen und ein breites Spektrum haben.“ Die Gesellschaft, so Tomac weiter, brauche Menschen, die hinsehen statt wegsehen und handeln statt untätig seien. „Mit dieser Auszeichnung möchten wir Ihnen allen danken und unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen.“ 

Geehrte sind Vorbilder 

Tirols Landeshauptmann Günther Platter sprach den Geehrten den Dank und die Anerkennung des Landes Tirol aus: „Sicherheit ist nicht nur Kernaufgabe der Polizei, sondern braucht das Engagement der ganzen Gesellschaft“, sagte er. „Es ist wohltuend zu sehen, dass Menschen helfen.“ Die Geehrten seien durch ihren selbstlosen Einsatz zu Vorbildern geworden, denn sie hätten nicht weggeschaut, sondern hingeschaut und entsprechend gehandelt. Platter betonte auch, welchen unschätzbaren Wert es darstelle, in Freiheit und Sicherheit leben zu können. Das werde aktuell beim Blick auf die tausenden Menschen bewusst, die vor Krieg und Terror in ihren Heimatländern flüchten müssten. 

Angesichts des derzeitigen Flüchtlingsstromes erhob Tirols Landeshauptmann die klare Forderung nach einer personellen Verstärkung für die Polizei: „Die Flüchtlingskrise fordert die Hilfsorganisationen und die Polizei in einem außergewöhnlichen Ausmaß und bindet personelle Ressourcen. Es kann und darf nicht sein, dass die tägliche professionelle Arbeit im Interesse der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger darunter leidet. Wir brauchen deshalb mehr Polizistinnen und Polizisten“, appellierte er. Platter will dieses Thema auch bei der Landeshauptleute-Konferenz in dieser Woche mit seinen Amtskollegen besprechen und der Innenministern in dieser Frage den Rücken stärken. 

Mit Andreas Alber aus Weißenbach am Lech wurde am vergangenen Mittwochabend Abend auch jemand aus dem Bezirk Reutte ausgezeichnet. Alber beobachtete am 27. August des vergangenen Jahres den Einbruch in ein Wohnhaus in Weißenbach. Er verständigte sofort die Polizei und verfolgte einen der beiden Täter, die er beobachtet hatte, wie diese aus einem Wohnhaus ausstiegen. Nachdem er den Verdächtigen aus den Augen verlor, fiel ihm ein verdächtiges Fahrzeug und eine unbekannte Person bei dem Auto auf. Alber forderte den Mann auf, stehen zu bleiben, woraufhin der Unbekannte die Flucht ergriff. Am Wagen wurden auf Grund des Anrufs des jungen Mannes Radklammern angebracht. 

Beim Versuch zum Fahrzeug zu gelangen, konnte ein Tatverdächtiger schließlich von den Polizeibeamten festgenommen werden. Es befanden sich sowohl Einbruchswerkzeug als auch Diebesgut im Fahrzeug.

kb

Meistgelesene Artikel

Skispaß ohne Grenzen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal

In den Skigebieten in Oberstdorf und dem Kleinwalsertal kennt der Skispaß, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen. Eine der attraktivsten …
Skispaß ohne Grenzen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal

Eine vorsichtige Kalkulation

Nesselwang – Weniger Einnaben, geringere Schlüsselzuweisungen und gestiegene Kosten: 2017 wird wohl ein nicht so gutes Wirtschaftsjahr für die …
Eine vorsichtige Kalkulation

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Kommentare