"SeniorInnenpolitisches" Konzept feiert Geburtstag

Es bleibt noch viel zu tun

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Bei der jüngsten Sitzung des SeniorInnenbeirats der Stadt Füssen freute sich die erste Vorsitzende Ilona Deckwerth (rechts) über das bisher Geleistet, übt aber auch Kritik.

Füssen – Einen Grund zu feiern hatte jetzt der „SeniorInnenbeirat“ der Stadt Füssen in seiner jüngsten Sitzung. Denn seit fünf Jahren gibt es das seniorInenpolitische Gesamtkonzept für Füssen.

Die Vorsitzende des Beirats, Ilona Deckwerth, blickte auf das bisher Geleistete, hielt sich aber auch mit Kritik nicht zurück. Deshalb gab der Beirat einstimmig grünes Licht dafür, beim Stadtrat eine Fortschreibung des Konzepts zu beantragen.

In der jüngsten Zusammenkunft des SeniorInnenbeirats stand der Tagesordnungspunkt fünf besonders im Fokus: „Fünf Jahre seniorInnenpolitisches Gesamtkonzept für Füssen – Was war gestern? Was ist heute? Was braucht´s morgen?“

Die Vorsitzende des SeniorInnenbeirats, freute sich denn auch, dass zu diesem Jubiläum nicht nur etwa 15 Besucher aus Füssen, Schwangau und der näheren Umgebung gekommen waren, sondern aus Marktoberdorf auch die Seniorenbeauftragte des Landkreises Ostallgäu, Christine Seiz-Göser.

Die Versammelten stießen mit einem Glas Sekt auf den Geburtstag des Konzepts an, auf dessen Entstehung Deckwerth anschließend näher einging. Die Vorsitzende blickte zunächst auf die bisher geleistete Arbeit des SeniorInnenbeirats zurück.

Dabei betonte sie, dass der Füssener Stadtrat am 29. Juni 2011 ein seniorInnenpolitisches Gesamtkonzept für die Lechstadt verabschiedet habe. Und während Deckwerth die zahlreichen Inhalte des Konzepts für die Besucher skizzierte, unterstrich sie, dass damals vor allem „die Erhaltung des Bürgerspitals“ in dessen Mittelpunkt gestanden habe.

Deshalb war ihr Fazit hinsichtlich der bisherigen Erfolge des Konzepts in erster Linie positiv. Denn „das Bürgerspital wird fortgeführt.“ In ihrer Beurteilung der Arbeit des SeniorInnenbeirats merkte Deckwerth an, dass sich die zwischenzeitlich eingerichtete Beratungsstelle für Belange von Senioren „im Wartestand“ befinde.

Und das Thema „Barrierefreiheit“, dem sich der Beirat mit seinem Konzept gewidmet habe, nehme zwar neu Fahrt auf, aber es bleibe „noch viel zu tun.“

Kein Etat für Umsetzung 

Offene Kritik übte die SPD-Politikerin auch daran, dass von der Stadt „kein Etat für den Beirat und die Umsetzung des Konzepts“ bereitgestellt werde. Außerdem bemängelte sie, dass die Arbeit dafür „bislang nur ehrenamtlich“ erfolge und es „keine gedruckte Veröffentlichung“ des seniorInnenpolitischen Gesamtkonzepts gebe. Deswegen sei es „schwierig, sowohl bei den Bürgern als auch im Stadtrat das Bewusstsein für das Konzept im Alltag zu schärfen.“

Da nach Auffassung Deckwerths „die Chancen und Möglichkeiten des Konzepts noch zu wenig ausgeschöpft“ würden, kündigte sie als nächsten Schritt, den sie unternehmen wolle, „die Fortschreibung des Konzepts“ an. Und so freute sich Deckwerth auch darüber, dass die Versammlung sich einstimmig dafür aussprach, beim Stadtrat eine Fortschreibung zu beantragen.

Neben dem seniorenInnenpolitischen Gesamtkonzepts ging es in der Sitzung auch um das Thema Demenz und den damit verbundenen jüngsten „Aktionen rund um den Weltalzheimertag“.

 Obwohl dies nach Meinung von Deckwerth „ein extrem belastendes, schweres Thema“ sei, würden die „Zahlen sagen, dass Demenz eine riesige Aufgabe ist.“ Pfarrer Joachim Spengler, der als Vertreter der evangelischen Kirche sowie des Diakonievereins an der Sitzung teilnahm, befand es denn auch „gut, wenn man dafür sensibilisiert wird.“

Chris Friedrich

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