Jahreshauptversammlung: Alpenverein Reutte blickt auf 2014 zurück und zieht Bilanz

Erhalt der Wege kostet viel Geld

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Für 60 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurde Franz Feuerstein (Mitte), ehemaliger Alpingendarm und Prominentenführer aus Lechaschau, von den beiden Vorsitzenden des Alpenvereins Reutte, Dr. Manfred Pfeifer (links) und Mag. Roman König geehrt.

Reutte – Ein nicht mehr ganz neuer Vorschlag kam vom 1. Vorsitzenden des Deutschen Alpenvereins Sektion Füssen, Peter Ziegler, bei der 109. Jahreshauptversammlung des österreichischen Nachbarvereins, wurde aber trotzdem mit Wohlwollen aufgenommen.

Er regte ein „Gipfeltreffen“ am Berg vor, um sich auszutauschen und die Freundschaft der Vereine zu intensivieren. Das müssen sich doch machen lassen, war die Meinung von hüben und drüben. Das 50-Jahr-Jubiläum der „Reuttener Hütte“ ist wohl das herausragendste Ereignis im Jahresablauf der Sektion Reutte im Österreichischen Alpenverein gewesen. Die Mitglieder der traditionsreichen Alpinvereinigung trafen sich auf „ihrer“ Hütte bei bestem Wetter und feierten kräftig. 

Ein Großteil dieser Mitglieder war auch zur 109. Jahreshauptversammlung erschienen und füllte den Saal des „Goldenen Hirschen“ mit rund 100 Bergbegeisterten. Der 1. Vorsitzende Manfred Pfeifer und die zuständigen Referenten informierten ausführlich über die Aktivitäten mit zahlreichen Wanderungen, Bergfahrten sowie Ski- und Klettertouren, die teilweise aber bei ungünstigen Witterungsverhältnissen stattfinden mussten. Der Kassabericht zeigte ein ausgeglichenes Budget mit einem leichten Überschuss gegenüber dem Vorjahr. 

Die finanzielle Ausstattung des Vereins kann durchaus als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die größten Einnahmen stellen die Mitgliedsbeiträge dar, der weitaus größte Brocken auf der Ausgabenseite ist die Abgabe an den Dachverband. Mit erheblichen Kosten verbunden ist auch die Wegerhaltung im Zuständigkeitsbereich. Hier muss der Verein, um auf dem Stand der Technik zu sein und die Sicherheit garantieren zu können, auf professionelle Hilfe zurückgreifen. Eine Spezialfirma aus Roßhaupten erbringt diese Leistung immer wieder zur Zufriedenheit des Clubs. 

Sanierung schreitet voran 

Die Sanierung des „Reuttener Höhenweges“ von Namlos in Richtung Reuttener Hütte ist weit fortgeschritten und nähert sich dem Ende. Das ist aber nicht das Ende der aufwändigen Erhaltungsmaßnahmen. Man wird sich der Sanierung des „Rietzlersteiges“ am Thaneller zuwenden müssen. Nicht zuständig ist die Sektion dagegen für die Wege am Tauern, im Planseegebiet und am Hahnenkamm. Auch das jüngste Sturmtief „Niklas“ hat der Sektion zu schaffen gemacht. 

Die Hütteneindeckung hat gelitten und wird mit erheblichem Aufwand saniert werden müssen. Alles Vorhaben die wiederum die gelebte Geschlossenheit des Vereins fordern werden. Statutengemäß notwendige Neuwahlen bestätigten einstimmig die bisherige Führung unter dem 1. Vorsitzenden Manfred Pfeifer. 

Ihm zur Seite stehen Roman König, 2. Vorsitzender, Silvia Hofer, Schatzmeisterin, die Hüttenreferenten Ulrike Sigl und Klaus Middeldorf sowie Cordula Müller als Schriftführerin. Neu in der Vereinsspitze sind Werner Gratl als Alpinreferent und Sepp Amberg als Wegereferent. Den verdienten Lohn für langjährige Mitgliedschaft in Form von Abzeichen und Urkunden erhielten aus der Hand der Vorsitzenden 15 Mitglieder für 25 Jahre Zugehörigkeit, neun für 40 Jahre Mitgliedschaft, zehn sogar für 50 Jahre und schon als kleine Sensation der ehemalige Alpingendarm und Prominentenführer Franz Feuerstein für 60 Jahre Treue zum Alpenverein.

 In Grußworten betonten Gemeindevorstand Günther Fasser aus Reutte und Breitenwangs Bürgermeister Hans Peter Wagner die Wichtigkeit des Alpenvereins und dessen Einsatz für eine intakte Natur. Auch Vertreter der befreundeten Sektionen aus Ehrwald und vom DAV-Füssen sowie der Bergrettung wünschten dem Verein weiterhin gutes Gelingen und unfallfreie Bergfahrten.

niko

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