12 der 19 besten Absolventen der Füssener Realschule sind weiblich

Mädchen an der Spitze

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Die Beste der Besten: Mit 1,0 ging Vreni Blöchl (Mitte) an der Realschule Füssen durchs Ziel. Sabine Schmid und Andreas Erl gratulierten ihr im Namen der Lehrerschaft.

Füssen – 19 von 136 Jugendlichen haben in ihrem Realschul-Abschlusszeugnis einen Schnitt, der besser als 2,0 ist. Beste ist Vreni Blöchl mit 1,0. Es folgen mit einem Notenschnitt bis 1,69 elf Schülerinnen.

Bester Schüler ist Andreas Mair mit einem Schnitt von 1,73. Die besten Schülerinnen und Schüler in den Wahlpflichtfächergruppen an der Schule sind laut Rektor Andreas Erl im mathematischen Zug David Dorn und bei den Fremdsprachen Josefina Reichart.

Im gestalterischen Zweig des Jahrgangs war Julia Giles spitze. Vreni Blöchl, der Star des Jahrgangs erreichte den Spitzplatz in den Wirtschaftsfächern.

Bei der Abschlussfeier in der vollbesetzten Schulturnhalle war Erl, der seit sechs Jahren Leiter der Johann-Jakok-Herkomer Schule in Füssen-West ist, stolz auf „seinen ersten Jahrgang“, den er ab der fünften Klasse bis zum Abschlusszeugnis der Zehnten begleiten konnte. „Wir haben in unseren fünf Abschlussklassen insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler, die besser als 2,0 abgeschnitten haben“, freute sich der Rektor.

Großes ehrenamtliches Engagement

Deutlich wurde in der Feierstunde, dass sich eine Gruppe der Schüler über das schulische Pflichtprogramm hinausgehend auch ehrenamtlich engagierte. Dafür gab es Auszeichnungen. Ob als Betreuer für die Neuen, die von der Grundschule gekommen sind, als Busbegleiter, in der Schulbibliothek oder in sozialen und technischen Feldern sei „vorbildlicher Einsatz“ gezeigt worden, hob Erl hervor.

Das Plus an Einsatz ist wahrscheinlich auch bei den Bewerbungen bei Ausbildungsbetrieben von Vorteil gewesen. „Der diesjährige Jahrgang macht größtenteils als Azubi weiter. Früher war es üblich, dass 50 Prozent eine weiter führende Schule besuchen. Aktuell liegt der Anteil bei 20 Prozent“, sagte Berufsberater Wolfgang Gabler als Gast der Abschlussfeier auf Nachfrage des Kreisbote.

Bei der Zeugnisvergabe wurde jeder namentlich aufgerufen und reihte sich mit seinem Zeugnis auf der großen Bühne für das Klassenfoto ein. Fesches Dirndl, Festkleid, auf Taille geschnittener Blazer, Lederhosen, oder andere dem Anlass angemessene Kleidung waren die Motive für die stolze Elternschar.

Sprecherin Stephanie Kircher aus Füssen und Beiratsmitglied Marion Gehrig aus Roßhaupten drückten ihren Dank aus. Kircher wies in ihrer Ansprache außerdem auf das „lebenslange Lernen“ hin, das in einer Welt des Wandels notwendig sei.

"Jünger und dümmer"

Viel Beifall gab es für die drei Schülersprecher Lea Heer, Josefina Reichart und Albin Toplana. Die drei ließen gedanklich den Film von der Mittleren Reife Schuljahr für Schuljahr rückwärts laufen.

„Wir wurden jünger und dümmer“, so hieß es in ihrem Vortrag. „Am Ende haben wir den Eltern unsere Schultüte zurückgegeben.“ Dass Teamwork an der Füssener Realschule künstlerisch auf hohem Niveau funktioniert, zeigte die bewegliche Theatergruppe mit der Abschiedsszene für vier ihrer älteren Mitglieder aus den zehnten Klassen.

Regie führte dabei einmal mehr die stellvertretende Schulleiterin Sabine Schmid, deren Ensemble jetzt noch 30 Mitglieder hat. Dass die stolzen Eltern zur Kamera greifen würden, war keine Überraschung. Doch der Theaternachwuchs machte sich einen Spaß daraus, die ein paar Jährchen Älteren von der improvisierten Bühne aus zu fotografieren. Das Üben und Einstudieren gehe für beide Gruppen weiter. Die Jugendlichen, die mit der Mittleren Reihe ein erstes Ziel erreicht haben, sollen – wie Schulleitung und Lehrer rieten– ihren Weg in einer neuen Welt „mutig entdecken“.

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