Firma Endress + Hausser will den Standort Nesselwang ausbauen

100 neue Arbeitsplätze

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Die Firma Endress + Hausser Wetzer will ihre Produktionsfläche in Nesselwang um über 300 Quadratmeter erweitern. Der Marktgemeinderat stimmt dem Vorhaben zu.

Nesselwang – Einstimmig hat der Nesselwanger Gemeinderat in der vergangenen Woche den Weg für eine Erweiterung der Firma Endress + Hausser Wetzer frei gemacht. Das Unternehmen plant laut Bauamtsleiter Christoph Uhl eine Erweiterung der Produktionsfläche um mehr als 3300 Quadratmeter. „

„Das bedeutet etwa 100 Arbeitsplätze mehr für Nesselwang“, so Bürgermeister Franz Erhart. Durch den Neubau soll der innerbetriebliche Produktionsablauf und die Logistik des Unternehmens verbessert werden. Spatenstich für die geplante Erweiterung ist im Mai des kommenden Jahres. „Der Neubau hat eine ansprechende, moderne Architektur“, so Erhart weiter.

Nur wenig Verkehr

Die geplante Halle schließt sich im Osten an die bestehenden Gebäude an, bietet weitere Sozialräume für die Angestellten und soll eine eigene Zufahrt im Bereich des Trendsportweges erhalten. „Wir reden hier von zwei bis drei Fahrzeugbewegungen pro Tag und nicht wie bei unserer Nachbargemeinde Pfronten von 30 und mehr“, so der Bürgermeister zu den geäußerten Bedenken wegen des zu erwartenden erhöhten Lieferverkehrs. „Und das werden überwiegend kleinere Lkw‘s sein und keine Schwertransporter“, sagte der Nesselwanger Rathauschef außerdem.

Auch werden die Ausbaukosten für die Zufahrt von Endress + Hauser Wetzer getragen. „Das jetzige Konzept ist so ausgelegt, das die nächsten 15 Jahre nichts mehr am Bebauungsplan geändert werden muss“, erläuterte Andreas Brockof, Stadtplaner des Lindauer Planungsbüros Sieber über die geplante Erweiterung von Endress + Hauser Wetzer. Diese Erweiterung machte eine Änderung des geltenden Bebauungsplans notwendig.

Umfassendes Konzept

Der erste Plan für den betreffenden Bereich stammt noch aus den Jahren 2006/2007. Der neue Plan wurde um den Teil erweitert, der eigentlich einmal für die geplante Nesselwanger Südumfahrung vorgesehen war. Diese wurde nach einem vorgestellten Verkehrsgutachten durch einen Experten in der Sitzung vom September (der Kreisbote berichtete) in Frage gestellt und aufgrund des derzeitigen Verkehrsaufkommens als nicht mehr notwendig erachtet. In die aktuelle Planung wurden die drei bisherigen Bebauungspläne miteinbezogen. Der aktuelle Plan deckt die bestehenden mit ab und überlagert diese. „So soll verhindert werden, das bei künftigen Erweiterungen der Firma, die alten Bebauungspläne beachtet werden müssen“, so der Diplom-Ingenieur.

Zwei Rückhaltebecken

Das umfassende Planungskonzept der Lindauer Stadtplaner fand die einhellige Zustimmung des Nesselwanger Marktgemeinderats. So sind auch zwei Oberflächenwasser-Rückhaltebecken geplant, um die Kanalisation der Marktgemeinde und den angrenzenden Bach nicht weiter zu belasten. „Das anfallende Regenwasser soll durch Versickerungsflächen und die Rückhaltebecken aufgefangen werden“, erklärte Stadtplaner Brockof die entsprechenden Planungen.

Herbert Hoellisch

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