Füssen kommt gut weg

Die Allgäu-Kaserne wird auch künftig zwei Bataillone beherbergen. Einzige Hiobsbotschaft: Mehr als knapp 1100 Mann werden es nicht mehr. Doch damit ist Füssen gut bedient. Foto: Archiv

Die Bundeswehr wird der Lechstadt wohl im jetzigen Umfang erhalten bleiben. Das geht aus den Angaben des Bundesverteidigungsministeriums zur anstehenden Bundeswehrreform hervor. Offiziell soll die Zahl der Dienstposten zwar von 1650 auf 1090 schrumpfen, doch tatsächlich sind nur um die 1150 Mann in Füssen stationiert. Hart trifft es hingegen Kaufbeuren und Kempten, deren Kasernen geschlossen werden.

1650 Soldaten sollten eigentlich in Füssen Dienst tun, doch tatsächlich sind es gar nicht so viele. Diese „Soll-Zahl“, die bei der letzten Reform der Bundeswehr für Füssen festgelegt wurde, haben die Bataillone tatsächlich nie bekommen. Über rund 550 Soldaten verfügen jeweils das Gebirgslogistikbataillon 8 und das Gebirgsaufklärungsbataillon 230 vor Ort. 50 Stellen entfallen auf das Sanitäts zentrum. Das gaben Logistik-Kommandeur Oberstleutnant Bodo Venn und sein Kollege Oberstleutnant Hans-Joachim Engelhaupt vom Aufklärungsbataillon an, als sie anlässlich der Pressekonferenz von Verteidigungsminister Thomas De Maizière (CDU) am Mittwoch in die Allgäu-Kaserne geladen hatten. Das Logistikbataillon wird künftig Gebirgsversorgungsbataillon 8 heißen und sich auf die Standorte Füssen, Mittenwald und Bad Reichenhall verteilen, statt wie bisher auf die ersteren beiden. Beide Kommandeure vermuteten zudem, dass in Füssen künftig keine Grundausbildung mehr stattfinden wird. Sonst dürfte sich jedoch kaum etwas ändern. Aus Kaufbeuren wird sich die Luftwaffe jedoch komplett verabschieden und von den über 800 Dienstposten in Kempten bleiben nur sechs übrig. Auch Sonthofen muss Streichungen verkraften. Mehr dazu lesen Sie im kommenden KREISBOTE am Wochenende und ab Samstag auf www.kreisbote.de.

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