Füssen setzt nach

Es war beim Neujahrsempfang der CSU im Füssener Festspielhaus. Da gab Bürgermeister Paul Iacob Verkehrsminister Peter Ramsauer einen Brief in die Hand. In dem, das erklärte er am Dienstagabend im Stadtrat, habe er deutlich gemacht wie sehr ihm das Thema einer Umgehungsstraße B16-B17 am Herzen liegt und mit ihm dem Stadtrat. Einstimmig bekräftigte das Gremium, dass das Projekt im Bundesverkehrswegeplan wieder in den vordringlichen Bedarf muss

. In der Sache gab es eigentlich nichts Neues. „In den nächsten Jahren wird nichts geschehen“, machte Iacob klar. „dennoch, wenn wir heute nicht tun, werden wir diesen Weg nicht gehen können“, so Iacob weiter. Der letzte Kenntnisstand: das Projekt Ortsumfahrung B16-B17 ist im Verkehrswegeplan nur im weiteren Bedarf und wird damit derzeit nicht näher verfolgt. Damit es in den vordringlichen Bedarf rutscht und somit eine Perspektive auf Realisierung erhält, müsste die Bundesregierung diesen Plan fortschreiben. Das will die Koalition aber nicht, nicht in dieser Legislaturperiode. Dennoch will Iacob nicht locker lassen. Seinem Brief an den Bundesverkehrsminister will er nun den erneuten Beschluss des Stadtrats folgen lassen. Mit dazu sollen alle Unterlagen und Gutachten, wie etwa Verkehrszählungen an der Augsburger Straße und dem Kaiser-Maximilian-Platz, die die Argumente von Füssener Seite untermauern sollen. Das forderte FW-Stadtrat Jürgen Doser, der meinte: „wir haben zig Gutachten.“ Iacob sicherte das als selbstverständlich zu. Mit Schwangau reden „Wir wissen doch, dass die Umfahrung nur zu verwirklichen ist, wenn wir mit Schwangau einen Konsens finden“, wies Stadtrat Günter Knaus (Bürgerblock) auf ein weiteres Problem hin. Hier sei er zusammen mit der Stadtverwaltung in Gesprächen, erklärte Iacob, habe erst kürzlich einer Klausurtagung des Schwangauer Gemeinderates beigewohnt. Dennoch sei es Sache des Bundes, die Straße zu bauen. „Der Bund wird das Projekt durchziehen und die betroffenen Kommunen hören“, so das Stadtoberhaupt. Eine Frage blieb indes offen. Denn die Umfahrung war bereits einmal im vordringlichen Bedarf. Erst im Jahre 2004 fiel sie wieder heraus. Iacob, der seinerzeit Stadtrat war, erinnerte sich an eine lapidare Begründung, das Projekt sei Chancenlos gewesen, konnte aber keine Hintergründe nennen. „Wenn Sie wollen, werden wir bei den staatlichen Stellen nachfragen“, versprach er den Räten.

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