EV Füssen wird rote Laterne los

Durchwachsenes Wochenende für den EV Füssen: Einer knappen Niederlage in Grafing gegen den EHC Klostersee folgte ein Sieg gegen Peiting. Positiv: Die rote Laterne in der Oberliga hat jetzt Deggendorf.

Nach dem 3:0-Pausenstand zugunsten des EHC Klostersee konnte man nicht unbedingt der Auffassung sein, dass den Füssener Spielern bewusst war, um was es hier eigentlich ging. Der kleine und trickreiche Jared Mudryk begann mit dem Torreigen bereits in der zweiten Minute. Eine Strafzeit gegen Füssen wenige Minuten später nutzte Darren McMillan mit einem Schlagschuss von der blauen Linie. Ernsthaft wurde Ashton im Tor von Klostersee erst in Unterzahl einige Male geprüft und als sich Füssen kurz vor Drittelende steigerte, führte ein Konter 14 Sekunden vor dessen Ende zum 3:0. Eine wohl recht deftige „Ansage“ durch Trainer Georg Holzmann während der Pause zeigte Wirkung, Klostersee baute zudem ab. Dem jungen Yannik Baier gelang in der 22. Minute der erste Füssener Treffer. Nur knapp fünf Minuten später brachte eine 5:3-Überzahl das 3:2 durch Björn Friedl, der ab dem zweiten Drittel einen souveränen Verteidigerjob machte, auf Pässe von Helmbrecht und Nadeau. Der Gegner kam erst in der 32. Minute wieder vor das Füssener Tor. Eine echte Chance hatte der EHC nicht, zu sicher blockten die Füssener ab und starteten gefährliche Angriffe, die aber scheiterten. Auch im letzten Durchgang war Füssens Mannschaft einem Tor nahe, wobei die Gastgeber mit einem Glückstreffer zum vierten Tor kamen. Aber auch Füssen traf nochmals, nachdem sie eine Strafzeit nicht nutzen konnten, durch Johannes Mayr zum 4:3 in der 52. Minute. Klostersee hatte es dann in der Hand, vorzeitig für eine Entscheidung zu sorgen, als gleich zwei Füssener auf der Strafbank waren. Doch da hatten die Mannen von Trainer Holzmann kein Problem und sogar einige Konter zu verzeichnen, die jedoch nichts einbrachten. Eine weitere Strafzeit gegen Klostersee brachte ebenso nichts ein wie die erst 28 Sekunden vor Ende des Spiels mögliche Herausnahme des Torwarts zugunsten eines 6. Feldspielers. Zu viele Chancen während der letzten beiden Drittel wurden nicht konsequent genug genutzt. Das 4:2 gegen den Tabellenzweiten EC Peiting war bereits der dritte Erfolg in dieser Saison. Dadurch gab der EV Füssen die rote Laterne an Deggendorf ab, hat aber auf den immer noch möglichen Play-Off- Platz sieben Punkte Rückstand. Die erste Strafzeit im Spiel gegen Peiting nutzte Jordie Preston bereits in der 3. Minute auf Pässe von Richter und Eickmann zur Führung. Schon der nächste Gegenangriff bescherte Peiting den Ausgleich durch Michael Fröhlich. Kurz darauf wäre Torwart Andreas Jorde ein Ausflug hinter sein Tor fast in die Hose gegangen. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts gelang Andrej Naumann der erneute Führungstreffer. Sieg gerettet Die von Trainer Holzmann nach dem Spiel gelobte Defensivarbeit stimmte nur einmal nicht – beim Ausgleich durch den Torschützen vom Dienst bei Peiting Lubor Dibelka. In der 38. Minute konnte EVF-Kapitän Eric Nadeau nach Direktannahme einer Vorlage von Holzmann und Preston über den Führungstreffer zum 3:2 jubeln. Eine aus dem zweiten Abschnitt in das letzte Drittel übernommene zweite Strafzeit von Peitings Fabian Weyrich wurde von Björn Friedl mit dem vergebens von den Peitingern reklamierten 4:2 bestraft. Der Schiedsrichter sah sich heftigen Protesten ausgesetzt, blieb aber bei dem aus seiner Sicht richtigen Torentscheid, der den Endstand bedeutete. Das nächste Spiel ist wegen der Olympiapause auswärts erst am 19. Februar um 19.30 Uhr bei den Tölzer Löwen, das nächste Heimspiel beschert Füssen den Tabellenführer Herne am Sonntag, den 21. Februar um 18 Uhr im Bundesleistungszentrum.

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