Berufsorientierungsmesse in Füssen

Wohin soll die Reise gehen?

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Die Mitarbeiterinnen des „König-Ludwig-Hotels“ geben den Schülern wichtige Tipps für das weitere Berufsleben mit auf den Weg.

Füssen – Junge Leute sollten in erster Linie nach persönlichen Interessen und Fähigkeiten vorgehen, wenn sie einen Ausbildungsgang für sich suchen. Die Berufsorientierungsmesse, die vom Arbeitskreis „Schule Wirtschaft“ angeboten wird, war daher hilfreich für die ersten Schritte Richtung Berufsstart.

„Leg mal los!“ So aufgefordert informiert Hotelkauffrau Angela Keiß junge Besucher der Berufsorientierungsmesse über ihre Ausbildung, die sie vor sechs Jahren in Schwangau abgeschlossen hat. Mittlerweile ist ihr Platz an der Rezeption, wo sie direkten Kontakt mit den Gästen des Wellnesshotels „König Ludwig“ hat. „Bei uns kann man auch Koch lernen“, erklärte sie den Schülern, die von den zahlreichen Ständen in der Anton Sturm-Mittelschule weiter gezogen sind.

Wichtige Tipps

Ein gut ausgeschilderter kurzer Weg führte sie zu den vielen Ausbildungsbetrieben, die sich gleich nebenan in der Außenstelle der Berufsschule Ostallgäu vorstellten. „Wir sind gute Nachbarn. In den Werkstätten kann den Buben und Mädchen ganz praktisch gezeigt werden, was zum Beispiel in Berufen mit Holz gelernt wird“, betonte Elmar Schmitt vom Arbeitskreis „Schule Wirtschaft“. Nach Füssen waren „alle weiterführenden Schulen eingeladen“, so der Rektor der Mittelschule im Gespräch mit dem Kreisbote. Er hatte mit Joachim Schmid von der Sparkasse Allgäu, dem anderen Vorsitzenden im Arbeitskreis, ausdrücklich auch die Eltern der Schüler eingeladen.

Sandra Mörtl aus Pfronten zum Beispiel erklärte gegenüber dem Kreisbote: „Unsere beiden Kinder sind in dem Alter, in dem man sich zusammen Gedanken darüber macht, wie es nach der Zeit an der Realschule weiter geht. Das ist ein Thema, wenn wir am Esstisch sitzen.“ Ebenfalls zu viert mit dem Thema Berufsstart befasst ist die Füssener Familie Lutz-Driendl. Die 15-jährige Vivien hat gang andere Pläne als ihre Schwester Viola, wie zu hören war. 

Viele Alternativen

Sich auf kaufmännischem oder technischem Gebiet ausbilden zu lassen, ist aber nicht die einzige Alternative für Schulabgänger. Dazu gibt es beispielsweise Ausbildungsgänge im Sozialwesen. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) war erneut mit einem Info-Stand vertreten. Peter Hartmann von Seniorenheim St. Martin und sein Team gaben Antworten auf viele Fragen, etwa zur jeweiligen Ausbildungsdauer.

Erstmals auf der laut Schmitt „so gut wie nie zuvor besuchten Messe“ vertreten sind dieses Jahr unter anderem die Wertachtal-Werkstätten. Traditionell zu den Ausbildungsangeboten gehören die Berufe im Handwerk. Thomas Scheibel aus der Baubranche gab Auskunft über „den Maurer“, Herbert Peter über Maler- und Lackierer und Martin Gschwill über den Bäcker. Den Jugendlichen in Begleitung präsentierten sich nicht zuletzt auch Ausbildungsbetriebe, die im Außerfern ihren Sitz haben.

Die Vorträge von Fachleuten waren ebenfalls ein Renner, freuten sich Schmitt und Schmid. Berufsberater Wolfgang Gabler, der an der Füssener Mittelschule gut bekannt ist, sprach über das Thema „Wie finde ich den passenden Beruf?“ Die Ausbilder waren in der Regel mit Azubis an ihren Info-Ständen vertreten.

Ausliegende Flyer fassten zusammen, was wissenswert ist. Wer wirklich sämtliche Möglichkeiten direkt vor Augen haben wollte, nahm das 552 Seiten starke Buch „Beruf aktuell“ mit. Herausgeber ist die Bundesagentur für Arbeit, die ebenfalls kostenlos das Buch „Studien- und Berufswahl“ zum Zugreifen anbot.

Beim Rundgang konnte man auch Paul Iacob treffen. Der Bürgermeister hatte mit den beiden Vorsitzenden des Arbeitskreises die Messe eröffnet und freute sich übers große regionale Angebot zum Start ins lebenslange Lernen für die nächsten Azubi-Generationen. „Die Schüler wollten von mir auch wissen, was man denn so verdiene“, so Angela Keiß mit einem Beispiel für den Wissensdurst jungen Leute.

Chris Friedrich

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