Füssener heizen auf der Wiesn ein

Die Gemeinschaft „Kaiser Maximilian Ritter zu Füssen” zieht beim Trachten- und Schützenzug über den Odeonsplatz.

Sie haben nicht schlecht gestaunt, die Zaungäste des Trachten- und Schützenzuges am Sonntag in München: Echte Ritter. Die historische Gemeinschaft „Kaiser Maximilian Ritter zu Füssen" zog mit beim Trachten- und Schützenzug am Sonntag auf dem Münchner Oktoberfest. Unter Jubelrufen und Staunen genossen die Mitglieder der Gemeinschaft die Atmosphäre. Der Höhepunkt des Tages war der Einzug der Füssener in die Augustiner-Festhalle auf der Wiesn.

Auf dem sieben Kilometer langen Marsch durch die Straßen der Münchener Innenstadt, vorbei an vielen Tribünen und auch den Kameras der ARD und des BR, grüßten - hoch zu Ross - der Kaiser Maximilian I von Habsburg mit seiner Gattin Kaiserin Bianca Maria Sforza alias Helmut und Emilia Huttenloher die unzähligen Besucher. Dem Zug voran, der historischen Fahne der Kaiser-Maximilian-Ritter zu Füssen folgend, sorgte der Fanfarenzug aus Weissenau unter der Leitung von Oliver Kvas für die richtige akustische Ankündigung. Die Foetibus-Ritter zum Schutz, mit ihren Hofdamen als Begleitung, und zur musikalischen Unterhaltung das Füssener Consort, begleiteten das Kaiserpaar. Aufmerksamkeit erregten nicht nur die zwei riesigen Ritterpferde (Shirehorses). Auch die Gewandung der Kaiserin, die bereits einen internationalen Preis in Italien gewann, bestaunten die Zuschauer. Einen besonderen Höhepunkt des Tages erlebten die Besucher der Augustiner-Festhalle auf der Wiesn. Zur allgemeinen Überraschung zogen die Weissenauer der historischen Gemeinschaft der Kaiser Maximilian Ritter zu Füssen mit Fanfaren und Trommeln gegen 17 Uhr in das Zelt ein - und erklommen die Festbühne. Mit fulminanten Fanfaren kündigten sie den begeisterten Oktoberfestbesuchern die Ankunft der Kaiserin und der Ritter an, die ebenfalls mit auf der Festbühne waren. Oliver Prudlo als Ulrich von Schwangau hob mit einer engagierten Rede die Stadt Füssen hervor - und heizte die Stimmung in der Festhalle zusätzlich an. Die Leute jubelten, sprangen sogar verbotenerweise auf Tische und Bänke, um den halbstündigen Auftritt zu feiern. Im Anschluss war es den Mitgliedern der historischen Gemeinschaft der Maximilian- Ritter nur schwer möglich, sich ihren Weg durch die Theresienwiese zu bahnen: Die ständigen Anfragen nach ihrer Herkunft und nach einem gemeinsamen Foto nahmen sie gerne an und genossen die Aufmerksamkeit.

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