Marcus Henn gestaltet Helme, Skateboards und Motorradtanks neu

Mit "Funkel-Glitzer-Bling-Bling-Kraft" verschönert

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Nicht nur Barbara Ott vom Füssener Ruby Soho Skateshop ist ein neuer Fan der Kunst von Marcus Henn – alias Hang Five Paint Magic. Einige Exponate sind zu den Geschäftszeiten des Shops am Stadtbrunnen zu sehen.

Füssen –  Marcus Henn hat jetzt zum ersten Mal in Füssen seine Zeitmaschine gestartet. Die Fantasiereise geht zurück bis zum Kultfilm „Easy Rider“. Die Exponate lohnen einen Besuch im „Ruby Soho“ in der Reichenstraße am Stadtbrunnen, wo Henn als fantasievoller „Gestalter“ vorgestellt wird. 

Ziel seines Trips ist eine Glitzerwelt, die in den 70er Jahren wahnsinnig populär war. Sie bekommt hier allerdings auch eine ganz neue Note. Der Kölner, der heute in Sonthofen lebt, übt einen sozialen Beruf aus. In der Freizeit wird Marcus Henn zu Hang Five Paint Magic. Als „Gestalter“ – wie er sich selbst sieht – ist dem 39-Jährigen zu danken, dass sich Zweiräder von ihrer Einfarbigkeit verabschieden. 

Er hat fantasievoll und dabei technisch versiert – wie eindrucksvoll bewiesen wird – Motorradtanks, Helme und auch zahlreiche Skateboards durch Lackierung verschönert. Stilistisch orientieren sich die Arbeiten, die glitzernd sofort ins Auge springen, „an der Chopper-Kultur im Psychedelic-Style“, so Henn. Er erinnert auch mit Fotos daran, dass es in Kalifornien diesen Trend „zur knallbunten Hippiekultur gab, die ich gestalterisch zum Vorbild genommen habe.“ Dabei gelingen Henn zahlreiche dekorative Meisterstücke. 

„In unserem Auftrag wurde der bei Kindern beliebte Reitelefant aus der Reichenstraße komplett in diesem Look bearbeitet“, sagt Christoph Redelbach aus dem Skater-shop-Team. Mit enormer „Funkel-Glitzer-Bling-Bling-Kraft“ – wie es der Gestalter selbst nennt – beeindruckt in der Reihe der Exponate das nicht mehr aschgraue Rüsseltier im ersten Stock des Shops. „Das ist eine gute Idee von Inhaber Matze Schütz gewesen“, erklärt der Künstler am Eröffnungstag der Ausstellung. 

„Wir kennen uns aus der Szene der Skateboard-Aktivisten.“ Henn stelle eine „Verbindung zwischen diesen beiden Subkulturen, also Skateboarding und der Chopper-Culture, her“, ordnet Redelbach die Exponate ein. „Weil die Aufträge jetzt weiter zunehmen, ist es inzwischen mehr als ein Hobby“, freut sich Henn auch in Füssen über wachsenden Erfolg. Mehr Informationen dazu gibt es im Internet unter www.facebook. com/hangfivepaintmagic.

Chris Friedrich

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