Ritterstraße bleibt auch heuer von Juli bis Oktober für den Verkehr gesperrt

Keine Verlängerung

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Auch in diesem Sommer wird die Ritterstraße wieder für den Verkehr gesperrt bleiben.

Füssen – Eigentlich wollte die Stadtverwaltung das sommerliche Fahrverbot in der Ritterstraße um einen Monat verlängern. Doch daraus wurde nichts. Mit zwei Gegenstimmen sprach sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, es so zu belassen wie es derzeit ist.

Auch in diesem Jahr dürfen keine Autos vom 1. Juli bis 3. Oktober die Straße passieren. Ob die Straße auch für Radler gesperrt wird, das soll zuerst im Arbeitskreis Radverkehr diskutiert werden.

Mit der sommerlichen Verkehrssperrung habe man „gute Erfahrungen gemacht“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). „Die Anwohner und Geschäfte sind glücklich darüber“, so Iacob. Die Sperrung sorge für mehr Sicherheit. Denn viele Gäste würden die Straße ab dem Mädchenbrunnen für eine Fußgängerzone halten. Deshalb schlug der Rathauschef vor, dass die Straße heuer ab dem 1. Juni bis zum 31. Oktober für den Verkehr gesperrt werde.

Schlupfloch für Füssener

 Ob es in der Vergangenheit hier viele Unfälle gegeben habe, wollte Jürgen Doser (FWF) von Polizist Thomas Meiler wissen. „Es waren nicht viele“, so Meiler. Deshalb kündigte Doser an: „Ich werde dagegen stimmen. Solange wir kein Verkehrskonzept für die Bevölkerung haben, solange ist es okay, so wie wir es haben. Für die Bevölkerung ist es nicht zumutbar, dass wir länger sperren.“ Dem stimmte Uschi Lax (CSU) zu.

Auch Dr. Anni Derday, die bisher immer für eine Verlängerung war, erklärte, dass man sich bei dieser Maßnahme auf die Ferien beschränken sollte. Im Juli und August sei die Stadt voll. Doch dann kämen schlagartig weniger Gäste in die Lechstadt.

Radler zulassen

 Da hatte Iacob allerdings etwas anderes beobachtet, wie er erklärte. Im September sei ab 11 Uhr die Stadt voll. „Es ist nicht gut, wenn Autos dort durchfahren. Das sollten wir einmal konsequent beobachten.“ Auch Brigitte Riedlbauer (SPD) war für eine verlängerte Sperrung. Für die Einheimischen sei das kein Problem, habe sie in Gesprächen erfahren, so Riedlbauer. Sie und Lothar Schaffrath, Fraktionsvorsitzender der SPD, waren dann auch die einzigen, die sich gegen die bisherige Regelung aussprachen.

Wie die Stadt es mit den Radlern halten wollte, darüber waren sich die Räte aber uneinig. Da es laut Manfred Schweinberg von der Stadtverwaltung in der Vergangenheit „relativ viele Beschwerden“ über Radfahrer in der Hutergasse gegeben habe, durften im vergangenen Jahr während der Sperrung keine Fahrradfahrer durch die Ritterstraße radeln. Davon hielt Dr. Martin Metzger (BfF) allerdings nichts. Um den Radverkehr zu fördern, sollte die Stadtverwaltung diese Furt aufmachen, erklärte er.

Dafür müsste die Stadt aber mehr Schilder aufhängen, hielt Iacob dagegen. Denn in der Fußgängerzone wolle man keine Radler. Am Ende einigten sich die Räte darauf, dass dieses Thema erst im Arbeitskreis Radverkehr besprochen werden soll.

Katharina Knoll

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