Zahlreiche Pfrontener feiern am Wochenende mit Jungpriester Florian Bach

Die Tradition lebt

+
Jungpriester Florian Bach (Mitte) bei seiner ersten von ihm gehaltenen Messe.

Pfronten – Nach 33 Jahren fand am vergangenen Wochenende in Pfronten erstmals wieder eine Primiz statt. Mit viel barocker Tracht feierte die 13-Dörfer-Gemeinde neben dem traditionellen Primizbaumklettern am Freitag am Sonntag den Primiz-Gottesdienst des jungen, aus Pfronten stammenden Priesters Florian Bach.

18 Fahnenabordnungen, 100 Ministranten und 25 Geistliche zogen am Sonntag gemeinsam mit dem Primizianten Florian Bach auf den gelb-weiß dekorierten Pfrontener Sportplatz ein. Für die musikalische Gestaltung der rund zweistündigen Feier sorgten die „Harmoniemusik“ Pfronten sowie die Kirchenchöre aus Pfronten und Nesselwang.

Die Begrüßung übernahm Ortsgeistlicher Bernd Leumann. Bereits vor 6 Uhr in der Früh hatte der Festtag mit den Böllerschützen begonnen.

Viel Tradition

Nach altem Brauch wurde die Feier ähnlich wie eine Hochzeit zelebriert. Als „Primizbraut“ begleitete die elf Jahre alte Elisabeth Mayer aus Röfleuten den Pfrontener Neupriester.

Als „geistliche Braut“ trug sie auf einem edlen Kissen die filigrane „Primizkrone“. Ebenso traditionell hielt mit dem früheren Pfrontener Pfarrer und Generalvikar Harald Heinrich ein befreundeter Priester von Florian Bach die anschließende Primizpredigt. Er mahnte Bach: „Du bist Zeuge wider der Gottvergessenheit unserer Zeit, in der der Mensch nur noch als Kostenfaktor gesehen wird“, sagte er. „Wo haben Arme, Alte, Kranke und Flüchtlinge noch Platz?“, so Heinrich weiter in seiner Predigt. Ein guter Hirte sei „ehrlich, freundlich, überzeugend und klar“, so der ehemalige Pfrontener Pfarrer abschließend.

Waldmann gratuliert

Gratulationen für Florian Bach gab es auch von Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann, die ihm ein Pfrontener Kirchenbild übergab. Sie erinnerte daran, dass diese Primizfeier die erste in der Gemeinde seit 33 Jahren sei. Bach selbst dankte nach seiner ersten gehaltenen Messe allen an dem Fest Beteiligten und lud alle ein, seine priesterlichen und seelsorgerischen Dienste in Anspruch zu nehmen.

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst folgte noch das Primizmahl sowie verschiedene musikalische Darbietungen und am Nachmittag schließlich noch die Primizandacht. Bereits am Freitagabend fand am Leonhardsplatz das traditionelle Primizbaumklettern statt. Den 22 Meter hohen Baum hatten die Kirchenstiftung St. Nikolaus und die Kolpingfamilie gestiftet. kb

Meistgelesene Artikel

Besinnliches im Klosterhof

Füssen – Mit einer Einladung zur inneren Einkehr hat Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier den Adventsmarkt im Klosterhof am vergangenen …
Besinnliches im Klosterhof

Neues Programm für Silvester

Füssen – Anders als in den Jahren zuvor wird die Silvesterparty 2016 auf dem Gelände des Festspielhauses Füssen gefeiert. Wie Hartmut Heinz, Direktor …
Neues Programm für Silvester

Lief der Verkauf des Festspielhauses rechtmäßig ab?

Füssen – Das Drama um das Festspielhaus Füssen schien beendet zu sein. Nun tut sich ein neuer Akt auf: Einer der Kaufinteressenten, die Lens AG, …
Lief der Verkauf des Festspielhauses rechtmäßig ab?

Kommentare