EWR und Gemeinde nehmen erste Stromtankstelle in Pfronten in Betrieb

"Ein weiterer Baustein"

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Christoph Hilz (links) und Helmut Petermann nahmen die Pfrontener Bürgermeisterin Michaela Waldmann in ihre Mitte. Anschließend wird der erste Ladevorgang eines Elektroautos in der Kommune in Gang gesetzt.

Pfronten – Mit einem symboli-schen Schließen des Kontaktes haben die Pfrontener Bürgermeisterin Michaela Waldmann und der Geschäftsführer der EW Reutte, Dr. Christoph Hilz, jetzt die erste E-Tankstelle in Pfronten in Betrieb genommen.

Künftig können Gäste wie Einheimische hier kostenlos ihren Elektroflitzer „auftanken“. Kaum merklich beginnen die beiden blauen Buchstaben in der Schnauze des Renault zu blinken. Gleichzeitig leuchtet das Autosymbol auf der Säule, an der das Kabel hängt. Der weiße Flitzer, ein Renault Zoe „tankt auf“. Dieser gehört den Elektrizitätswerken Reutte. Doch schon bald sollen hier Pfrontener wie auch die Gäste ihr Elektroauto aufladen, so der Wunsch von Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann. Und bald soll auch ein gemeindeeigenes Elektromobil hier seinen Durst stillen können. 

Die E-Tankstelle ist Teil des Klimaschutzkonzeptes, das die Gemeinde vergangenen Herbst beschlossen hat und in dem es auch um die Elektromobilität auf dem Land geht. Die Elektrizitätswerke Reutte (EWR), einziger Stromversorger in Pfronten, wie Waldmann betonte, seien „ein verlässlicher Partner“. Deshalb sei man gemeinsam das Projekt E-Tankstelle angegangen, so die Bürgermeisterin. Dafür habe man einen zentralen Platz in Pfronten gesucht und hier neben dem Rathaus und in der Nähe des Haus des Gastes auch gefunden. 

In der Garage neben der Tanksäule steht – noch – der gemeindeeigene Dienstwagen mit Verbrennungsmotor. Diesen werde man, so Waldmann, demnächst gegen einen Elektro-Dienstwagen, vielleicht ein e-Up von Volkswagen, ersetzen. Für Fahrten innerhalb des Gemeindegebietes sei dieser vollkommen ausreichend, bei Fahrten nach Füssen oder Kempten könne man dort wieder auftanken.

 Dritte Tankstelle 

Die E-Tanksäule in Pfronten ist die dritte ihrer Art der EWR im Ostallgäu, wie Helmut Petermann, in Bayern für das Netz der EWR verantwortlich, bestätigt. Neben Pfronten steht noch je eine in Füssen und an der Bushaltestelle in Hohen-schwangau. 

Für Christoph Hilz, Geschäftsführer der EW, ist die Tankstelle „ein weiterer Baustein“ für die Elektro-Energiewende. Man habe im Ostallgäu allein mehr als 2000 Haushalte, die ihren selbst (aus der Sonne) produzierten Strom ins Netz einspeisen. „Das ist die Energiezukunft“, betonte Hilz, „ohne Kohle oder Gas“. 

Dazu will auch die Gemeinde Pfronten beitragen. Man sei derzeit auf der Suche nach geeigneten Gebäuden, so Waldmann. Beispielsweise wäre das Dach der Bauhof-Hallen geeignet dafür. Das müsse aber zunächst noch geprüft werden. Darüber muss sich aber der Nutzer der Tankstelle keine Gedanken machen. 

Er kann hier – entweder mit Hilfe eines normalen Schuco-Steckers oder einem vom Typ II – Strom tanken. Und das vor allem bis auf weiteres kostenlos – als Service der Gemeinde und des Stromversorgers, der im Übrigen der Kooperation der Energieerzeuger angehört, die schwabenweit die Elektromobilität promoten wollen.

Oliver Sommer

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