Harbauer liest in der letzten "LeseZeit" des Jahres aus "Das Kind im Stall – Eine Weihnachtsgeschichte" vor

Unterhaltsam und besinnlich

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Literarisches Warten aufs Christkind: In der letzten „Lesezeit“ in diesem Jahr stellt Martin Harbauer das Buch „Das Kind im Stall – Eine Weihnachtsgeschichte“ von Kurt Heinrich Heizmann vor.

Füssen – „Heute gibt es mal keine richtige, hohe Literatur”, kündigte Martin Harbauer jetzt am Beginn der letzten „LeseZeit“ in diesem Jahr in der Orangerie der Stadtbibliothek Füssen an.

Und so präsentierte der gelernte Schauspieler und Radiosprecher den rund 40 Besuchern wenige Tage vor Weihnachten eine nicht nur zum Thema passende Erzählung, die dem Vorsitzenden des Vereins „Lesezeichen“, Wolfgang Bader, indes „vollkommen unbekannt“ war: „Das Kind im Stall – Eine Weihnachtsgeschichte“ von Kurt Heinrich Heizmann. 

Dabei freute sich einer der Zuhörer anfangs wohl ein bisschen zu früh darüber, dass das 1957 erschienene Büchlein lediglich 78 Seiten dick ist und die Lesung an diesem Abend deshalb nicht sehr lange dauern würde. Harbauer beschied ihn nämlich eines Besseren, indem er seinen Vortrag fast ein und eine Dreiviertelstunde lang gestaltete. Doch das schien am Ende sowohl dem erwähnten Zuschauer als auch dem restlichen Publikum gut gefallen zu habe.

 Demgemäß erhielt Harbauer hinterher kräftigen, langen Applaus, als er sich von seinem Lesepodium aus in Richtung der Zuschauer verneigte. Zwar präsentierte Harbauer mit „Das Kind im Stall“ kein außergewöhnlich überragendes, schöngeistiges Schrifttum. Doch der Diplomsprecher nahm Heizmanns Erzählung zum durchaus geeigneten Anlass dafür, die Adventsstimmung durch die winterlich verschneite Szenerien, die in dem Buch beschrieben werden, traditionell romantisch herauszustellen. 

Plädoyer für Frieden und Freundschaft 

Die Geschichte handelt in der Alpenregion und dreht sich um ein Flüchtlingspaar, dem am Heiligabend ein Kind geboren wird. Daneben werden die Kinder Eva und Jörg vermisst, die aus einem Dorf stammen, dessen Bevölkerung zerstritten ist. Mit ihrem glücklichen Ende vermittelt Heizmanns Geschichte denn auch unterhaltsam die wohl wahre Bedeutung von Weihnachten. Besteht diese doch in erster Linie aus Frieden, Freundschaft und Freude.

lex

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