Nesselwanger Skaterplatz soll teilweise erneuert werden

Hilfe für Skater

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Der Skaterplatz in Nesselwang muss teilweise erneuert und modernisiert werden. Die Marktgemeinde unterstützt das mit 15.000 Euro.

Nesselwang – Drei neue Großgeräte für den Skaterplatz auf dem Freizeit- und Sportgelände in Nesselwang sollen angeschafft werden. Grund dafür sind Sicherheitsbedenken wegen der derzeitigen Geräte sowie Klagen der Anwohner über Lärmbelästigung.

Zum wiederholten Mal war der Skaterplatz vergangene Woche Thema im Marktgemeinderat. Bereits mehrfach hat sich ein Anwohner über die Lärmbelästigung durch die Skater beschwert. Aus diesem Grund und wegen sicherheitstechnischen Bedenken bei den derzeit vorhandenen Geräten, die den Skatern für ihre Sprünge und Tricks zur Verfügung stehen, plant die Verwaltung die Neuanschaffung von drei Großgeräten.

Als Beispiel dienen hier die Skaterplätze in Oy und Reutte. Hauptamtsleiter Helmut Straubinger belegte die Mängel an den vorhandenen Geräten anhand von Bildern und stellte die geplanten Geräte vor „Von 2012 bis 2015 wurden etwa 10.000 Euro an Materialkosten in die bestehenden Hindernisse investiert“.

Die umgesetzten baulichen Lärmschutzmaßnahmen brachten keine spürbare Lärmreduzierung für die Beschwerdeführer. Die Verwaltung hat in Abstimmung mit der Skatergruppe zwei Angebote für neue und dauerhaftere Großgeräte eingeholt. Diese sollen auch eine Reduzierung des Lärms der durch die Skaterrollen auf den harten Belägen verursacht wird, bringen.

Ebenfalls wurde durch die Marktverwaltung bei einem Ingenieur-Büro für Schallschutzgutachten ein solches eingeholt. Gemäß der Empfehlung des Ingenieur-Büros sollte der Skaterplatz in einer Entfernung von 130 Metern zur Wohnbebauung liegen. „Der Abstand des Multifunktionsplatzes zur nächsten Wohnbebauung liegt bei 250 Meter“, so Straubinger.

Fünf Jahre Garantie

In der nachfolgenden Diskussion befürworteten die Räte die geplanten Ausgaben für die drei Großgeräte. „Die Jugend soll im Ort gehalten werden“, so Stefan Abt (CSU). Auch Wolfgang Köberle schloss sich dem an, gab aber die Empfehlung die Investition, die bereits im Haushalt für 2016 und 2017 eingestellt sind, auf die beiden Jahre zu verteilen, „auch um Erfahrungen in Bezug auf die Lärmentwicklung zu sammeln“. „Die Hersteller der Großgeräte geben fünf Jahre Garantie auf die hauptsächlich beanspruchten Flächen“, teilte Straubinger auf mehrere Anfragen in Bezug auf die Haltbarkeit dieser mit.

Suche nach Sponsoren

Jonas Beyer, der Sprecher der Skatergruppe, gab während der Sitzung Auskunft über die Erfahrungen der Skater mit den geplanten Geräten. Die beanspruchten Flächen bestehen nach den Erfahrungen des junge Skaters aus einem sehr widerstands- und strapazierfähigen Material und halten einiges aus. Auch bemüht sich die Gruppe intensiv um ein Gerät durch Sponsoren zu finanzieren.

So wurden zahlreiche Nesselwanger Firmen angeschrieben, von denen auch schon einige zugesagt haben, das Projekt zu unterstützen. „Wir haben eine grundsätzlich positive Resonanz bekommen“, so Beyer. Zum Betrieb auf dem Skaterplatz bezog er ebenfalls Stellung.

So herrscht dort mehr Betrieb den je, was auch Ratsmitglied Werner Mayr, in seiner Eigenschaft als Vorstand des Fußballclub Nesselwang bestätigte. „Es sind eigentlich immer zwischen drei und 15 Skater auf dem Platz“, so Mayr. „Wenn gute Geräte da sind, wird der Zulauf noch größer werden“, vermutet der Sprecher der Skater.

Dies sei die Erfahrung aus Oy, wo vor der Errichtung des Skaterplatzes keine nennenswerte „Skaterszene“ da gewesen sei. „Mittlerweile gibt es da eine sehr starke Gruppe aus allen Altersklassen“, so Beyer, der auch hin und wieder auf dem Platz in Oy anzutreffen ist.

Nach einer eingehenden Diskussion beschloss der Marktgemeinderat die Mittel in Höhe von 15.000 Euro für zwei der Geräte bereitzustellen. Die Mittel für das dritte Hindernis sollen durch die Skater und die Sponsoren beschafft werden.

Herbert Hoellisch

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