Reutte ist bei der Flüchtlings-Unterbringung ganz vorne mit dabei

"Insel der Seligen"

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Reuttes Bürgermeister Alois Oberer (Mitte) informiert über die Situation der Alpentherme.

Reutte – Mehr eine Informationsveranstaltung denn Entscheidungssitzung war die Zusammenkunft des Gemeinderates: Zum einen gab Bezirkshauptmann Konrad Geisler einen Bericht zur Flüchtlingssituation im Bezirk und zum zweiten erläuterte Regionalentwicklung Außerfern-Geschäftsführer Günter Salchner die Situation des ÖPNV in der Region.

Im Kurzbericht von Reuttes Bürgermeister Alois Oberer wurde vor allem die erfreuliche witschaftliche Entwicklung bei der Alpentherme „Ehrenberg“ von den Räten mit Genugtuung aufgenommen. Man dürfte auch heuer wieder die laufenden Kosten erwirtschaften und so keine zusätzlichen Mittel zur Abdeckung eines Abganges benötigen, erklärte das Reuttener Gemeindeoberhaupt.

Sozusagen als „Insel der Seligen“ präsentiert sich das Außerfern rund um die Flüchtlingssituation. Man liegt ja nicht an einer Flüchtlingsroute. Alles laufe ruhig und ohne große Aufregungen ab. Die Gemeinden, die Möglichkeiten hätten, würden sich einbringen und man sei ständig auf der Suche nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten, erläuterte in seinem Bericht Konrad Geisler von der Bezirkshauptmannschaft und ortete überall völlige Unaufgeregtheit.

Aktuell seien im Bezirk von Gramais bis Ehrwald 182 Asylwerber untergebracht. Weitere 224 Plätze seien kurz vor der Realisierung. Reutte wird die aktuelle bestehenden 32 Plätze verdoppeln und sei damit an vorderster Front. Man sei im Bezirk auf einem guten Weg und nicht säumig, betonte Geisler. Der Bezirk nähere sich der imaginären Quote, die bei 470 Plätzen angedacht sei, meinte der momentane Leiter der Bezirksverwaltungsbehörde. Wenn es notwendig werden sollte, so Geisler, sei aber auch die Errichtung von größeren Notquartieren für die Zukunft nicht auszuschließen.

Die Vorarbeiten zur Fortschreibung des ÖPNV für die nächsten acht Jahre seien äußerst aufwendig und es gelte dabei die Kritik, die aus allen Ecken der Bevölkerung komme, mit einzuarbeiten, was ein sehr schwieriges Unterfangen sei, erklärte Günter Salchner in seinem Situationsbericht. Die Köpfe bei allen Beteiligten rauchten daher ständig. Dass es zu Verbesserungen kommen müsse, sei allen Beteiligten klar, die Vielschichtigkeit der Probleme des öffentlichen Personenverkehrs im ländlich geprägten Raum aber immens.

Hier gelte es die Erfahrungen der letzten Jahre zu berücksichtigen und nach Möglichkeit neue Takte und andere Führungen der Linien anzudenken. In Absprache mit den anderen drei Regionen gelte es für den Bezirk Außerfern ein vernünftiges, tragbares Konzept für den ÖPNV auszuarbeiten, das den vielen Wünschen aus allen Richtungen gerecht werden könne.

niko 

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