Generationswechsel bei der SPÖ

Generationswechsel bei der Außerferner SPÖ: Helmut Wiesenegg (rechts) übergibt die Amtsgeschäfte des Vorsitzenden an Helmut Lorenz. Foto: ed

Für den Reuttener Altbürgermeister und Bundesrat a. D. Helmut Wiesenegg war die Bezirkskonferenz der SPÖ eine Zäsur: Nach über 45 Jahren als SPÖ Mitglied und als „politisches Zugpferd" als Bezirksvorsitzender, Gemeinderat und zuletzt als Bürgermeister trat er nun in den politischen Ruhestand. Als Dank für seine besonderen Verdienste hat ihm der SPÖ-Landesvorsitzende, Hannes Gschwentner, mit der Victor-Adler-Plakette, der höchsten Auszeichnung der SPÖ, ausgezeichnet. Zuvor hatte Wiesenegg die von der Versammlung erwogene Ernennung zum Ehrenvorsitzenden dankend abgelehnt.

In seiner Ansprache ließ Wiesenegg noch einmal seine politische Laufbahn Revue passieren – mit all ihren Höhen und Tiefen. „Die politische Tätigkeit war für mich faszinierend und eine Lebensschule zugleich" führte er aus. Seine politischen Aufgaben und Tätigkeiten hätten ihm Gelegenheit gegeben, mit vielen interessanten Menschen und bedeutenden Persönlichkeiten zusammen zu kommen und gemeinsam zu arbeiten. Dabei entstanden wichtige Netzwerke, die er auch zum Nutzen der Marktgemeinde und deren Einwohner ausbauen und einsetzen konnte. Seinem Nachfolger als Bezirksvorsitzenden, Helmut Lorenz, und seiner zum Teil neuen Mannschaft empfahl er, die Ärmel aufzukrempeln und sozialdemokratische Politik vor Ort nicht nur richtig und verständlich, sondern auch deutlich zu vermitteln. Geschlossenheit gefordert Gschwentner wies auf die tragende Rolle Wieseneggs in der politischen Vergangenheit hin. „Davor ziehe ich den Hut, aber das ist nun Geschichte und wir müssen mit der neuen Vorstandschaft in die Zukunft blicken" erklärte er. In diesem Zusammenhang bat um geschlossene Mitarbeit und die lückenlose Unterstützung seines Nachfolgers und dessen Mannschaft. Dissonanzen hatte es bei den Neuwahlen zur Vorstandschaft gegeben: Einer der Delegierten, Willi Lechleitner, fühlte sich bei der Wahl zum Kassier übergangen und wurde nachträglich auf den Wahlvorschlag gesetzt. Dies hatte aber am Ende keine Konsequenzen. Die Stellvertreter des Vorsitzenden Helmut Lorenz sind Kurt Schmid und Andrea Kerber, Johann Kuppelwieser ist Kassier und Stefan Knittel Schriftführer.

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