Füssener Geriatrie zieht Anfang 2013 nach Obergünzburg

Johann Fleschhut. Foto: Archiv

Füssen – Die Geriatrische Abteilung des Füssener Krankenhauses wird Anfang kommenden Jahres sicher nach Obergünzburg verlegt. Das hat der Verwaltungsrat der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren entschieden. Damit ist auch Marktoberdorf als urspünglich gehandelter Standort  vom Tisch.

Die Verlegung der Geriatrie ist laut dem Verwaltungsratsvorsitzenden Johann Fleschhut während des Neubau des Bettentrakts in Füssen nötig. Ansonsten hätte man einen teuren Interimsbau für die Geriatrie errichten müssen. Der Vorsitzende sieht aber auch Vorzüge in dem neuen Standort: „Damit kann der notwendige Bau in der Klinik Füssen plangemäß beginnen und die Geriatrie stärkt gleichzeitig unser Haus in Obergünzburg“, erklärte er in einer Presse-

mitteilung.

Laut Fleschhut soll die Geriatrische Reha stärker ins Zentrum des Landkreises mit kürzeren Wegen aus allen Richtungen für die Patientinnen und Patienten gelegt werden. Zunächst war die Klinik in Marktoberdorf angedacht, allerdings müssen dort nach eindeutigen Erkenntnissen aller Fachleute größere Investitionen getätigt werden. Fleschhut: „Das altersmedizinische Konzept für Marktoberdorf ist weiterhin ein Thema, über das Gespräche auch mit potentiellen Partnern geführt werden.“ Eine Umsetzung inklusive Baumaßnahmen könne aber unter keinen Umständen rechtzeitig erfolgen, weshalb ein fast nahtloser Umzug nach Obergünzburg sich anbiete.

Nachdem das Zentrum für Endoprothetik in Obergünzburg noch im Aufbau begriffen ist, stehen freie Räumlichekeiten in Obergünzburg zur Verfügung. Medizinisch und pflegerisch stärken sich Geriatrie, die Chirurgie und die ambulante Innere Abteilung gegenseitig, sagt der Vorsitzende. Eine Verlagerung der 25 geriatrischen Rehabetten aus Füssen ist in genau gleicher Größenordnung in Obergünzburg vorgesehen. 

Verwaltungsratsvorsitzender Fleschhut freute sich auch über Signale, dass ein „guter Teil unserer qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Obergünzburg mitgeht“. Damit sei die hohe ärztliche und pflegerische Qualität in der Geriatrie gesichert. kb/ps

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