Ziegelbergweg: Planer informiert über Arbeiten

Schneller fertig als gedacht

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Bis Ende November sollen die derzeitigen Arbeiten am Ziegelbergweg und an der Hilteboldstraße abgeschlossen sein.

Füssen – Torfschichten, alte Steinkanäle und Felsen: Seit Mai wird am Ziegelbergweg und an der Hilteboldstraße gebaut. Je weiter die Arbeiter nach Süden kamen „desto schlimmer wurde es“, erklärte Tiefbauingenieur Gerald Blumrich.

Er stellte in der jüngsten Stadtratssitzung vor, was sich in den vergangenen Monaten dort getan hat. Bis Ende November soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein. „Wir sind fünf Wochen schneller fertig als geplant“, sagte Blumrich, wofür er von den Stadträten Applaus erhielt.

Der Gesamtausbau soll allerdings bis 2018 dauern. Da die restlichen Bauarbeiten recht umfangreich seien, können sie „realistisch nicht in einem Jahr ausgeführt werden“, so das Bauamt. Deshalb werden sie in zwei Bauabschnitte gegliedert. Der restliche Ziegelbergweg bis zur Rupprechtstraße und die südliche Bürgermeister-Dr.-Moser-Straße bis zur Verengung sollen im kommenden Jahr in Angriff genommen werden.

Für 2018 stehen dann noch die nördliche Bürgermeister-Dr.-Moser-Straße und die restliche Hilteboldstraße an. Die Kosten für den verkehrsberuhigten Ausbau sowie die Verlegung von Leerrohren für Glasfaserkabel belaufen sich auf über 1,57 Millionen Euro.

Darin sind allerdings noch nicht die Kosten für die Wasserleitungen und den Kanalbau enthalten. Die Grundzüge des bisherigen Verkehrsberuhigten Konzepts werden auch beim zweite und dritten Bauabschnitt eingehalten, erklärte Blumrich. Dabei könne die genaue Lage und Anzahl der Stellplätze nach der Fertigstellung noch besprochen werden, so der Tiefbauingenieur.

Allerdings hätten sich Anwohner bereit erklärt, sechs Parkplätze auf ihren Grundstück en einzurichten. Um sie anfahren zu können, fallen allerdings öffentliche Stellplätze weg, die man dort geplant hatte. Die könnten teilweise mit Stellplätzen im südwestlichen Bereich des Ziegelangerwegs kompensiert werden.

Parkplätze statt Bäume

Dort hatten man sich in früheren Beratungen und bei der Bürgerversammlung eigentlich für zwei Bauminseln ausgesprochen, um die Fahrgeschwindigkeit in der geradlinigen Straße zu reduzieren. Doch die unmittelbaren Anlieger wollen diese Bäume nicht, da sie befürchten, dass ihre Grundstücke dadurch beeinträchtigt werden, sagte Blumrich. Stattdessen seien sie für Längsparkplätze, wofür sich auch der Stadtrat einstimmig aussprach.

Weg wird verlegt

Anschließend stellte Blumrich den weiteren Ausbau vor: Im restlichen Ziegelbergweg soll ein Baumtor von der Rupprechtstraße aus den Verkehrsberuhigten Bereich markieren. Hier geht dann der Gehweg in die Straße über. Dabei müsse auch die Führung des Forstwegs auf den Ziegelbergweg geändert werden, so der Tiefbauingenieur. In einem Bogen soll er künftig in den Ziegelbergweg führen.

Bänke und kleine Bäume sollen an passenden Stellen unterhalb des Ziegelbergs und im Bereich der Einmündung Bürgermeister-Dr.Moser-Straße hinkommen. Daneben sollen Bäume den Pfad Richtung Schützenheim markieren. Dieser sei jedoch häufig zugeparkt, merkte Dr. Martin Metzger (BfF) an.

Um das zu verhindern, könnte man dort beispielsweise Sperrflächen anbringen, sagte Blumrich. Außerdem könnten neun Parkplätze im südwestlichen Bereich ab der Bürgermeister-Dr. Moser-Straße entstehen. „Die gewohnt südöstlichen Stellplätze unterhalb des Ziegelbergs könnten optional später in den Hang hinein reichend erstellt werden“, ist weiter in der Planung zu lesen.

Weitere Parkplätze

Daneben biete sich der relativ breite südliche Bereich der Bürgermeister-Dr. Moser-Straße für Spielmöglichkeiten oder weitere Parkplätze an, so Blumrich. Um den Verkehr zu bremsen, könnten außerdem wechselseitig Stellplätze im nördlichen Bereich entstehen.

Ähnlich zum Ziegelbergweg soll auch die Einfahrt in den Verkehrsberuhigten Bereich in der Hilteboldstraße durch ein Baumtor sichtbar gemacht werden, wo erneut der Gehsteig in die Straße übergeht. Doch hier seien nur kleine Bäume vorgesehen, sagte Blumrich. Im nördlichen Bereich der Straße könnten außerdem die gewohnten Stellplätze aufgemalt werden.

Lob für Absprachen

Ilona Deckwerth (SPD) lobte, dass sich die Stadtverwaltung bei dieser „nicht einfachen Bebauung“ stark mit den Anwohner abgesprochen habe.

 Diese seien deshalb dem Projekt „sehr positiv zugewandt.“ Auch Bürgermeister Paul Iacob (SPD) bedankte sich bei den Anwohnern für ihr Verständnis. „Das sind enorme Einschränkungen“, so Iacob. Die Anwohner „können teilweise nicht ihre Häuser anfahren.“ Aber: „Die Maßnahmen waren mehr als notwendig.“

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