Geschäftsrückgang bei Plansee

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise hatte die Plansee-Gruppe bereits im Herbst 2008 mit deutlichen Geschäftsrückgängen erfasst. „Während das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/10 von einem niedrigen Geschäftsniveau in nahezu allen Marktsegmenten geprägt war, zeichnete sich im zweiten Halbjahr eine Trendwende ab“, sagte Dr. Michael Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Plansee-Gruppe bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag vergangener Woche in Reutte.

Geschäftseinbrüche von zeitweise mehr als 50 Prozent in einzelnen Arbeitsgebieten führten im abgelaufenen Geschäftsjahr – Stichtag war der 28. Februar 2010 – zu einem Rückgang des konsolidierten Gruppenumsatzes um 22 Prozent auf 852 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte der Umsatz noch 1,1 Milliarden Euro betragen. Mit Strukturanpassungen sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Liquidität und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit hat die Plansee-Gruppe auf den durch die weltweite Wirtschaftskrise ausgelösten Geschäftsrückgang reagiert. Umsatz gesunken Der Gruppenumsatz sank um 22 Prozent auf 852 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg auf 47 Prozent. Insgesamt sieht sich die Unternehmensgruppe für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet. Dabei setze Plansee auf mehr Innovation und Arbeitszeitflexibilität. „Alle Maßnahmen in der schwierigsten Geschäftssituation der fast 90-jährigen Unternehmensgeschichte zielten darauf ab, die Zukunftsfähigkeit der Plansee-Gruppe in vollem Umfang zu erhalten und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, so Schwarzkopf. Trennung vollzogen Wie bereits berichtet hat die Plansee-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Joint-Venture mit Mitsubishi Materials im Bereich der Sinterstahlaktivitäten zum 1. Dezember 2009 beendet. Beide Unternehmen wollten durch die Trennung rascher auf die Herausforderungen der globalen Wirtschaftskrise reagieren. Gemeinsame Technologien und Patente werden weiterhin von beiden Unternehmen genutzt. Dr. Michael Schwarzkopf: „Mittlerweile haben wir PMG erfolgreich restrukturiert. Nun stellen wir uns die Frage, ob PMG in einer globaleren Aufstellung in Zukunft nicht noch erfolgreicher agieren könnte.“

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