Gesprochen wird nur "Wasser marsch!"

Als eine „gelungene Veranstaltung“ hat der Wettbewerbsleiter ABI Siegfried Fadum den 48. Tiroler Feuerwehrleistungsbewerb um die Leistungsabzeichen in Bronze und Silber bezeichnet. 3402 Feuerwehrmänner aus Tirol, den österreichischen Bundesländern sowie dem benachbarten Südtirol und Deutschland traten am vergangenen Wochenende in den Wertungsklassen Leistungsbewerb (FLA-LB) und Sicherheitsbewerb (FLA-SB, nur für Tiroler Gruppen) an. Von den Gästen kam die Wehr aus Steingaden beim Leistungsbewerb Silber A und B auf die Plätze drei bzw. fünf.

378 Bewerbergruppen zu je neun Mann waren am vergangenen Freitag und Samstag in dem kleinen Tannheimertal-Örtchen Nesselwängle angetreten, um beim Leistungsbewerb sowie dem Sicherheitsbewerb um Silber und Bronze zu kämpfen. Dabei musste ein Löschangriff und dazu ein Staffellauf absolviert werden, neben dem Zeitkriterium ging es auch darum, Fehler zu vermeiden. Als ranghöchster Feuerwehrangehöriger beobachtete Landesfeuerwehrkommandant und Landesbranddirektor Klaus Erler den Bewerb, den die Kameraden aus Nesselwängle hervorragend organisiert hatten, wie ABI Siegfried Fadum resümierte. Über die beiden Tage hinweg mussten die Gruppen antreten, um einen Löschangriff aufzubauen. Vorgabe war die Errichtung einer Saugstelle und den Aufbau zweier Angriffsstränge mit Strahlrohr innerhalb kürzester Zeit. „Es gibt Gruppen, die trainieren das ganze Jahr über für diesen Bewerb“, so LBD Erler. Die bräuchten für die rund 60 Meter um die 30 Sekunden, manche auch bis zu zwei Minuten. Hauptaugenmerk der Prüfer lag bei den Bewerben vor allem auf den möglichen Fehlerquellen. So darf untereinander nicht gesprochen werden, so Erler. Lediglich das Kommando „Wasser marsch!“ zwischen den Meldern ist erlaubt. Weitere Fehlermöglichkeiten liegen darin, dass die Schläuche verdreht werden oder Handgriffe von einem Kameraden übernommen werden. Jeweils fünf Gruppen konnten parallel auf dem Wettkampfplatz antreten, sogar eine Bewerbergruppe des österreichischen Bundesheeres war in Nesselwängle. Die Leistungsunterschiede zwischen Silber und Bronze liegen in der Verfügbarkeit der Männer (fixer Platz bzw. flexibel einsetzbar). Von den 378 angetretenen Bewerbergruppen erreichten 363 die Vorgaben für das Abzeichen in Bronze und Silber. Beste deutsche Gruppe wurde Gemmingen Abt. Stebbabeim Leistungsbewerb, sowie in der Gruppe B (Bronze und Silber) auf Platz drei bzw. fünf die Löschgruppen aus Steingaden. Alle Ergebnisse zum Leistungsbewerb finden sich auf der Homepage des Landesfeuerwehrverbands unter der Adresse www.lfv-tirol.at unter neueste Einträge.

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