Holger Höhne tritt als Zweiter Vorsitzender der Werbegemeinschaft zurück

Höhne wirf hin

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Holger Höhne

Füssen – Holger Höhne legt sein Amt als Zweiter Vorsitzender der Füssener Werbegemeinschaft nieder. Diese Entscheidung hatte das langjährige Vorstandsmitglied vor wenigen Tagen der Vereinsführung mitgeteilt. Gesundheitliche Gründe haben laut Höhne den Ausschlag dafür gegeben.

Er ist seit 2004 Mitglied der Werbegemeinschaft und seit gut vier Jahren Zweiter Vorsitzender. Dem Verein will er weiterhin als Mitglied die Treue halten. Im Interview begründet Höhne seine Entscheidung.

Was hat Sie zu dieser Entscheidung gebracht?

Höhne:  „Ich hatte vor etwa eineinhalb Monaten einen ersten Hörsturz, mein Arzt meinte daraufhin, dass das meistens auf Stress zurückzuführen sei. Danach ging es mir wieder gut, jetzt vor wenigen Wochen hatte ich aber nochmal einen Hörsturz. Im Urlaub hatte ich dann lange Zeit zu überlegen, wie ich den Stress reduzieren kann. Weil ich aber hier meinen Job als Optiker nicht an den Nagel hängen kann und auch anderweitig im Sport engagiert bin, habe ich mich dann entschieden, ein Aufgabengebiet zu reduzieren“.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Werbegemeinschaft, vor allem in der Zeit, in der Sie im Vorstand waren? 

Höhne: „Die Entwicklung sehe ich schon etwas kritisch. In den letzten Jahren sind viele Inhaber-geführten Geschäfte weggefallen, dadurch hat sich automatisch über die Zeit die Zahl der Mitglieder verringert. Früher war es auch so, dass die Inhaber der Geschäfte mit anderen viel mehr zusammengearbeitet haben, als das heutzutage der Fall ist. Wir haben zwar immer noch viele treue Mitglieder aber insgesamt hat sich auch die Arbeitskraft dadurch reduziert“.

Was waren für Sie die Höhepunkte und Erfolge der Werbegemeinschaft in den letzten Jahren? 

Höhne: „Es ist toll, dass wir es geschafft haben, die innere Kemptenerstraße zu beruhigen und mit den Blumenkübeln im Sommer zu verschönern, da haben wir sehr gut mit der Stadt zusammengearbeitet. Außerdem haben wir die Beleuchtung der Christbäume und der Weihnachtsbeleuchtung in Füssen verbessert, auch wieder in Zusammenarbeit mit Füssen Tourismus, der Stadt, dem BDS und dem Fremdenverkehrsverein. Dass wir ,Füssen leuchtet´ ins Leben gerufen haben, war eine der besten Entscheidungen, vor allem im vergangenen Jahr haben wir da vieles erreicht. Beim Blumen- und Kinderfest in diesem Jahr hat man dann mal gesehen, dass die Stadt lebt und die Menschen auch durch solche Aktionen in die Stadt reinkommen. Das Freie Parken hat sich zwar reduziert, trotzdem springt die Werbegemeinschaft hier für ihre Kunden ein und ermöglicht es weiterhin, im Füssener Zentrum frei zu Parken. All das waren sehr positive Erlebnisse. Und dafür möchte ich mich auch bei vielen der Beteiligten, die großen Einsatz gezeigt haben, bedanken. “

Sie haben sich entschieden, den Posten des Zweiten Vorsitzenden niederzulegen, warum ist es gerade die Werbegemeinschaft, von der Sie sich trennen? 

Höhne: „Meine Gesundheit ist mir wichtig. Nachdem ich in den letzten Wochen Zeit hatte mir Gedanken zu machen, habe ich mehr positive Argumente für das Engagement im Jungendbereich des Curling Club Füssen und des Deutschen Curling Verbandes gefunden. Hier kann ich mein Wissen weitergeben und sehen, dass es angenommen und umgesetzt wird. Es ist schön die stetige Verbesserung der Kinder und Jugendlichen mitzuverfolgen. In sofern ist mir das Curling einfach wichtiger“.

Wie wird die Zukunft für die Werbegemeinschaft aussehen?

Höhne: „Ich denke, die Werbegemeinschaft ist nach wie vor eine wichtige Institution in Füssen. Ich glaube aber, dass mehr Einsatz von den Mitgliedern gezeigt werden muss, ich denke dann funktioniert auch einiges wieder besser. Sicher haben wir auch Mitglieder durch Austritte oder Geschäftsaufgaben verloren, aber genauso haben wir auch immer wieder neue Mitglieder dazu gewonnen. Man sieht also, es macht Sinn eine Werbegemeinschaft zu haben, nur die Arbeit muss eben auf viele Köpfe verteilt werden. Vor allem von den Gastronomen, die ja auch von den Aktivitäten der Werbegemeinschaft profitieren, muss etwas mehr Engagement kommen. Die Werbegemeinschaft ist auch eine Image-Sache für Füssen. Das heißt, auch für die Stadt sollte es wichtig sein, dass es weiterhin eine Werbegemeinschaft gibt. Durch den Fortbestand der Werbegemeinschaft spart sich die Stadt einen Stadtmanager, den viele andere Städte längst beschäftigen. Es ist die einfachere Möglichkeit, die Aufgaben eines Stadtmanagers, der normalerweise dafür da sein sollte, in gewisser Weise abzuschieben. Diese vielen Aufgaben ehrenamtlich zu bewältigen, vor allem ernsthaft und gut, ist auf Dauer glaube ich kaum zu schaffen. Ein langfristiges Ziel muss es sein, einen Stadtmanager zu haben, der für diese Aufgaben zuständig ist“.

Wäre die Bedeutung der Webegemeinschaft dann überflüssig?

Höhne: „Ich glaube die Werbegemeinschaft könnte dann als eine Art Beirat, als Ansprechpartner oder Ideengeber fungieren, weil man muss ja auch immer daran denken, was die einzelnen Läden und Geschäfte benötigen, also ganz ohne eine Gruppierung glaube ich, geht es nicht.“

kb

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