Melanie Huml spricht in Hopfen

Füssens CSU-Vorsitzender Dr. Hans Martin Beyer übergibt Gesundheitsministerin Melanie Huml ein Präsent. Foto: nis

Hopfen – Die Kooperation des Füssener Krankenhauses mit dem Bezirkskrankenhaus Reutte sei beispielhaft, das erklärte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml bei ihrem Besuch in Hopfen am See. Neben ihr sprachen auch Landkratskandidatin Maria-Rita Zinnecker und Bürgermeisterkandidatin Ursula Lax.

Zum politischen Frühschoppen im Hopfener „Hoigarte“ hatte die Füssener CSU am Sonntag vergangener Woche eingeladen. Politische Gäste waren CSU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml, Landratskandidatin Maria Rita Zinnecker und Bürgermeisterkandidatin Ursula Lax. Eingangs stellten sich anwesende Stadtrats- und Kreistags-Kandidaten auch aus umliegenden Gemeinden vor. Ortsvorsitzender Dr. Martin Beyer gestand bei der Begrüßung der vier Polit-Damen, er käme sich ein wenig alleine vor, bei so viel Frauenpower. Mit derselben wolle die CSU allerdings den Regierungswechsel im Ostallgäu schaffen. 

Hauptrednerin Huml widmete ihre Rede der Gesundheit. Gesund älter werden und selbstbestimmt leben, beschäftige die Menschen. Daher gehöre zum Markenkern der bayerischen Gesundheitspolitik die Prävention. Zwar müsse jeder die Verantwortung für seinen Lebensstil selbst verantworten, aber die Bayerische Staatsregierung unterstütze Menschen, die sich für eine gesunde Lebensweise entscheiden. Zur Prävention gehöre auch das Kuren. Gerade Kurbäder wie Füssen wüssten, wie häufig Menschen die Angebote der Bäder annehmen, um gesund zu bleiben. Der Kurtourismus sei darüber hinaus eine wichtige Einnahmequelle in den Kurorten. 

Aber auch die ärztliche Versorgung in den ländlichen Gegenden werde die Staatsregierung fördern. So habe sie ein Versorgungsstrukturgesetz erlassen, das beispielsweise aus einem Fördertopf von 15,5 Millionen Euro Medizinstudierenden monatlich 300 Euro zahlt, wenn sie sich verpflichten nach dem Studium mindestens fünf Jahre in ländlichen Gebieten zu arbeiten. Viele der derzeitigen ländlichen Ärzte gingen in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand und eine Nachfolge, solll durch diese Unterstützung gesichert werden. Auch die Krankenhäuser müssten weiter ausgebaut werden. Hier sei Füssen mit seiner Länder übergreifenden Kooperation mit dem Bezirkskrankenhaus Reutte beispielhaft. Diese Zusammenarbeit sorge dafür, dass die Bevölkerung in beiden Grenzgebieten insbesondere kardial bestens versorgt werde. 

Im Kommunalen Finanzausgleich 2014 habe sich die Staatsregierung auf die Beibehaltung des bisherigen Krankenhausförderetats geeinigt. Die Zustimmung des Landtags vorausgesetzt, bleibt es beim 500-Millionen-Euro-Etat, so die Ministerin. Entscheidender Ansatzpunkt in der Versorgungslandschaft sei die Lebens- und Liebenswürdigkeit der ländlichen Räume in Bayern. Diese gelte es zu steigern und den Strukturwandel zu gestalten. Der Kurbetrieb habe über Jahrzehnte das Ortsbild Füssens und das gesamte Leben geprägt. Füssen sei geradezu ein Sprungbrett für zukünftige kreative Projekte im Bereich Gesundheit und Pflege. Zumal sich die medizinischen Themen der Zukunft änderten. Burnout, Allergien und Herz-Kreislauferkranken seien auf dem Vormarsch. Huml ermutigte, beim Strukturwandel in Füssen das Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung für Kur und Heilbäder nicht außer Acht zu lassen. jl

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