Studenten stellen Visionen für den Magnuspark vor

Frischer Wind im Park

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Professor Marcus Rommel und Studierende erläutern preiswürdige Zukunftsideen am Füssener Städtebau-Modell. Links: Architektin Gloria Glass.

Füssen – Architekturstudierende an der Hochschule Augsburg nahmen fünf Tage an einem Workshop im Magnuspark teil und beschäftigten sich dabei intensiv mit Fragen zur Stadtentwicklung. Die besten Entwürfe werden noch bis 21. August im Sparkassen-Gebäude gezeigt (übliche Öffnungszeiten).

Ein frischer Wind soll auf dem Hanfwerke-Areal wehen. Doch die Studenten integrieren auch Teile der historischen Bausubstanz in ihre Pläne. Die Mischung aus Architektur von gestern und morgen macht diese Präsentation zur Zukunft der Stadt Füssen sehenswert. Zur Eröffnung am Montagabend freute sich Joachim Schmid von der Sparkasse Allgäu über die große Resonanz: Hier begegneten sich zahlreiche Studenten und einige Stadträte. 

Die Baufirma Glass hat insgesamt 1700 Euro Preisgeld zur Verfügung gestellt. Urkunden und Schecks an die Siegerteams wurden in einer Feierstunde überreicht. Wie die aus München angereiste Architektin Gloria Glass im Namen des Unternehmens im Gespräch mit dem Kreisboten unterstrich, wurde die gestellte Workshop-Aufgabe „recht unterschiedlich angegangen. Die Ergebnisse sind alle von guter Qualität.“ Daher gab es auch Anerkennungspreise und nicht allein die mehrfach vergebenen Plätze von eins bis drei. 

Gewerbe und Wohnungen 

Ricardo Stellato aus der Studierendengruppe von Prof. Marcus Rommel heißt einer der Sieger, die in zehn Sätzen vor der jeweiligen Stellwand ihr besonderes Konzept und dessen Umsetzung als Schaubild den Besuchern erläuterten. Interessant an diesem Entwurf ist, dass das Gelände in Verbindung tritt mit der Altstadt und – über einen Steg – mit Bad Faulenbach. Vorgeschlagen wird ein Mix aus Gewerbepark und Wohnanlage, „wobei gestaltete Plätze die Menschen zu Kontakten einladen. Es gibt dafür auch ein Café“, so Stellato. 

Sein Entwurf sieht übrigens große Wohnungen für Familien mit Kindern vor. Ein Anerkennungspreis wurde für die Idee vergeben, das Areal „als Insel auf Kies“ zu gestalten. Ob solche reinen Gedankenspiele überhaupt umsetzbar sind, ist zunächst nebensächlich. Bürgermeister Paul Iacob (SPD) war Mitglied der Jury. Nicht nur seinem persönlichen Urteil lag auch die Faszination des „Freiheitsdenkens im Architekturstudium“ zugrunde. Angestoßen wurde das große Projekt vor allem durch Axel Eggermann von der Allgäu GmbH. Von der Firma Glass, der heutigen Eigentümerin des Geländes, wurde der mehrtägige Workshop von Anfang an unterstützt. 

Die Studierenden, die im vierten Semester ihren Schwerpunkt auf den Städtebau legen, waren eine Woche lang jeweils 24 Stunden vor Ort. Professor Rommel brachte es auf den Punkt: „Viele Arbeiten zeigen, dass es ein Anliegen war, ein lebendiges städtisches Quartier mit angemessener Dichte zu entwickeln, um den Grundsätzen eines sparsamen Umgangs mit Grund und Boden zu entsprechen.“

Chris Friedrich

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