Beim Fachgespräch auf der Alpe tauschen sich Politiker und Landwirte aus

Milchpreis soll stabil bleiben

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Gute Laune herrscht auf der Seealpe: Rechtlerchef Bernd Mayer (v.l.), Ortsbäuerin Maria Mörz, Dr. Alois Kling von der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft, Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses Angelika Schorer, Franz Kögl von der Bezirkslandwirtschaftskammer Reutte, Ortsobmann Alois Heer und Pfrontens 2. Bürgermeister Manfred Seeboldt. 

Pfronten – Vertreter der Land- und Alpwirtschaft sind beim vierten Fachgespräch auf der Alpe zusammen gekommen, um sich über aktuelle Themen zu informieren.

Auf Initiative von Angelika Schorer (CSU), Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, und Dr. Alois Kling, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft im Ostallgäu, nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, um sich auszutauschen. 

Das Treffen fand auf der Seealpe statt, die auf österreichischer Flur liegt, aber vom Pfrontener Rechtlerverband bewirtschaftet wird. Ein Schwerpunkt des Abends war die EU-Agrarpolitik und deren Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft. Laut aktuellem Beschluss, der die Leitlinien bis zum Jahr 2020 festlegt, umfasse das Prämiensystem drei Bausteine, erklärte Kling. 

Neben der Basis- und der Greeningprämie sei die Umverteilungsprämie das dritte Standbein der neuen GAP-Förderung. Auch der Milchmarkt war ein viel diskutiertes Thema des Abends. „Es muss vermieden werden, dass nach dem Wegfall der Milchquote der Preis sinkt und die Landwirte wieder unzufrieden werden“, zeigte sich der Pfrontener BBV-Ortsobmann Alois Heer besorgt. Alle Anwesenden forderten hier konkrete und vor allem nachhaltig wirksame Stützungsmaßnahmen der EU, die den Milchpreis stabilisieren können. Verärgert reagierte die Pfrontener Ortsbäuerin Maria Mörz auf die geplante Neufassung der Düngeverordnung. 

Angelika Schorer zeigte sich zuversichtlich, dass hier noch deutliche Verbesserungen erreicht werden können. Wichtige Inhalte der Regierungserklärung von Staatsminister Helmut Brunner vom 1. Juli 2014 stellte Alois Kling vor. Er lobte und erläuterte Ziele wie „bäuerliche Betriebe statt industrieller Agrarstrukturen“, „Premiumprodukte statt Massenware“ und das gerade für die Bergbauern wichtige Prinzip „Chancen für alle statt wachsen oder weichen“.

 Der Vorsitzende des Pfrontener Rechtlerverbandes, Bernd Mayer, bedankte sich bei Schorer für deren Einsatz zugunsten einer gut ausgestatteten und praxisnahen bayerischen Forstförderung. Gute Neuigkeiten gab es in der Seealpe für die Berg- und Alpbetriebe: Die Förderung der Berglandwirtschaft und Alpwirtschaft werde ausgebaut, so Schorer. Es werde Verbesserungen bei der Investitionsförderung und beim Kulturlandschaftsprogramm geben.

kb

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