"Griechenland des Allgäus"

Farbenfroh und frech: So feierte die Schindau wieder einmal im Gasthof „Krone“ Fasching. Foto: lex

Beim Fasching in der Schindau am g´lumperten Donnerstag hat vor allem die Stadt Füssen kräftig ihr Fett abbekommen. Der Bürgermeister der Schindau, Sigi Martick, zog so im Gasthof „Krone“ am Schrannenplatz, vom Beginn der „diesjährigen Schindauer Bürgerversammlung“ an gnadenlos über die Nachbarstadt her. Während er der Lechstadt unter anderem prophezeite, dass es nicht mehr lange dauere, „und Füssen ist das Griechenland des Allgäus“, machte er unter dem Gelächter der zahlreichen Versammlungsbesucher mehrmals auf ironische Weise deutlich, dass Füssen insgesamt ziemlich arm dran sei.

Demzufolge seien die Füssener auch im Gegensatz zu den Schindauern nicht „genügsam und dem Gemeinwohl verpflichtet“, stellte Martick klar und fügte nach mehreren guten Ratschlägen hinzu: „Wer nicht auf die Schindau hören will, muss eben die Konsequenzen tragen.“ In die gleiche Kerbe schlug bei dem traditionellen Faschingsabend am g´lumperten Donnerstag anschließend auch das „Sprachrohr des Bürgermeisters“, Thomas Schinagl. Darüber hinaus verkündete er, dass „die gesamte Schindau zur Hallo- und Tschüss-freien Zone erklärt“ werden solle. Besondere Kritik übte er zudem daran, dass Füssens Bürgermeister Paul Iacob vorhabe, die ehemaligen Stadttore wieder aufbauen zu lassen, „um uns in der Schindau einzusperren.“ Das lasse man sich allerdings ebenso wenig gefallen, wie man andererseits scharf zurückschieße, „wenn sozial Schwache abgezockt werden.“ Schließlich sei selbst das Thema Theresienhof „für die Schindau eigentlich kein großes Problem“, werde die Schindau doch „weltweit auch Klein-Liechtenstein genannt“, betonte Schinagl. Zudem erklärte er: „Der Schrannenplatz soll in Zukunft den neuen Namen Schindau-Schrannen-Center erhalten.“ Neue Pläne habe die Schindau dann auch mit dem Wasenmoos, wo nach dem Slogan „Schwarzbau zu Kohle“ ein „Erlebnishotel im Dschungel“ entstehen solle. Bevor der Abend in der Folge immer stärker im Zeichen des diesjährigen Schindauer Mottos „Schindaus Theater“ stand, merkte er zum Thema Allgäu-Dorf an: „Hier müsst ihr Füssener die Schindau unbedingt in die Planungen miteinbeziehen, wenn das Ganze genauso wie alles andere den Bach hinuntergehen soll.“ Im Anschluss stellte Magnus Lipp als Conférencier den Spielplan des Theaters vor, der unter anderem Highlights wie „Cats“, „Romeo und Julia“, sowie „Tarzan“ beinhaltet. Der Schlusspunkt des Abends war der Auftritt des Ratsherrenchores, den das Publikum am Ende mit Beifall und einem dreifachen „Schin-dau“-Ruf honorierte.

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