35 Tourismusschülerinnen der HLW überzeugen mit ihrem Können beim Prüfungsessen

Gelungenes Essen und guter Service

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Beim Kochen ihres Prüfungsessen schneiden die Schülerinnen der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe konzentriert ihre Zutaten.

Reutte – Da hätte wohl mancher etablierte Restaurantkritiker anerkennend die Augenbrauen gehoben und die eine oder andere kleine Haube vergeben.

Es war aber niemand aus dieser Branche zugegen beim Prüfungsessen der „Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe“ Reutte, kurz der HLW. Neben Eltern und anderen von der Schule eingeladenen „Prüfungsessern“ aber war auch Bezirksschulinspektorin Edith Müller gekommen um sich vom Ausbildungsstand der Tourismusschülerinnen zu überzeugen.

 Die 35 jungen Damen mussten sich einem Prüfungsablauf stellen, der sie in allen Bereichen wirklich forderte. Im mehreren Durchgängen hatten sie aus gut drei Dutzend verschiedenen Vier-Gang-Menüvorschlägen – mittels Zufall ermittelt – eines zu kochen, zu präsentieren und zu servieren. Da hatten im Vorfeld in den häuslichen Küchen beim Probekochen schon die Herdplatten geglüht und manche Mütter waren hilfreich zur Seite gesprungen. 

Die Keller der Schule waren mit Ingredienzien und frischen Lebensmitteln gut gefüllt, die Ausbildung der engagierten Lehrerschaft legte den Grundstock. Fleißig wurde in der modern ausgestatteten Küche geschnitten, gebrutzelt und gemixt. Tischdekorationen wurden entworfen, eine passende Weinauswahl war zu treffen und die Garnitur der Speisen wurde eingehend besprochen. 

Nach einem „Begrüßungsschluck“ im Foyer der Schule stellte der Direktor der Schule, Werner Hohenrainer, seine Bildungsstätte vor und meinte: „Die HLW ist der neueste Schultyp an den Schulen der Wirtschaft im Bezirk Reutte.“ Der Abschluss erfolge mit der Reife- und Diplomprüfung, die zum Studium aller Studienrichtungen an den Universitäten, Akademien und Hochschulen Österreichs berechtige. 

„Unser Schwerpunkt ist Tourismus-Wellness, wo die Schülerinnen und Schüler eine praxisnahe und fundierte Ausbildung erhalten. Erfahrungsgemäß stehen den Absolventinnen vor allem im internationalen Tourismus alle Türen offen“, sagte er. 

Die Noten des Prüfungsessens als Vorprüfung für die Matura im kommenden Jahr finden Eingang an das Reifeprüfungszeugnis und wurden daher mit Spannung erwartet. Die Testesser hätten wohl den meisten Angetretenen in jedem Fall die Bestnote gegeben. Die Präsentation, zweisprachig vorgebracht, der perfekte Service und die hohe Qualität des Zubereiteten, ließen nichts zu wünschen über. 

Da waren sich alle Anwesenden einig, als sie den abschließenden Kaffee genossen und sich noch ein gutes Gläschen Edelbrand genehmigten. Die Schülerinnen ihrerseits genossen den Applaus und sahen sich von der Richtigkeit zur Wahl ihres Schultyps bestätigt. 

"Coole" Entwicklung 

Die Reuttener Schulform, die in Gemeinschaft mit der Handelsakademie und der Handelsschule geführt wird, hat sich in allen Zweigen „cool“ entwickelt. „Cool“ bedeutet in diesem Sinn: „COoperatives Offenes Lernen“ nach Prinzipien des gemeinschaftlichen Lernens in Freiheit und Eigenverantwortung. Die jungen Leute wissen ihre Freiheit zu schätzen, ist doch gerade die Eigenverantwortung eine gute Schule für das weitere Leben. 

Neben der Allgemeinbildung und der fachlichen Ausbildung wird an der HLW Reutte außerdem Wert auf die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen gelegt, ein verpflichtetes zwölfwöchiges Praktikum, in den meisten Fällen im Ausland, sorgt für den Praxisbezug. Drei unterrichtete Fremdsprachen sind im Tourismus ja auch gerade kein Fehler.

niko

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